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Milliarden-Übernahme: Julius Bär will offenbar Teile von Bank of America kaufen

Quelle: Handelsblatt Online

Das zu verwaltende Vermögen der Schweizer Privatbank Julius Bär könnte bald um 50 Prozent steigen. Die Zürcher wollen offenbar eine Bank-of-America-Sparte schlucken - für einen Milliardenbetrag.

Büros der Schweizer Privatbank Julius Bär in Zürich. Quelle: Reuters
Büros der Schweizer Privatbank Julius Bär in Zürich. Quelle: Reuters

London/New YorkDie Schweizer Privatbank Julius Bär steht offenbar kurz vor der milliardenschweren Übernahme einer Sparte der Bank of America. Eine Einigung über den Kauf des Auslandsgeschäfts der Vermögensverwaltung der zweitgrößten US-Bank könne schon am Montag bekanntgegeben werden, sagten zwei eingeweihte Personen am Freitagabend.

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Julius Bär könne dafür bis zu zwei Milliarden Dollar auf den Tisch legen. Das Zürcher Institut könnte damit die verwalteten Vermögen von insgesamt rund 180 Milliarden Franken auf einen Schlag um fast 50 Prozent steigern. Julius Bär und die Bank of America wollten sich nicht dazu äußern.

Um die Bilanz zu stärken, leitete die Bank of America den Verkauf von Bereichen ein, die nicht zum Kerngeschäft zählen. Vor allem wegen der Übernahme des Ramschhypotheken-Anbieters Countrywide im Jahr 2008 erholt sich das Geldhaus weniger schnell von der Finanzkrise als die Konkurrenz.

Im Geschäft mit vermögenden Privatkunden ist die Bank zwar weltweit die Nummer eins, außerhalb der USA ist es ihr aber nie gelungen, die Bedeutung und damit die Profitabilität des Heimmarktes zu erreichen.

Für Julius Bär dürfte bei dem Geschäft vor allem die Steigerungsmöglichkeiten in den Wachstumsmärkten in Asien und Lateinamerika im Vordergrund stehen. Insgesamt belaufen sich die verwalteten Vermögen der Sparte auf rund 90 Milliarden Dollar. Ursprünglich hatten unter anderem auch die Schweizer Großbanken Credit Suisse und UBS sowie der US-Rivale Wells Fargo und die Royal Bank of Canada Interesse gezeigt.

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