Milliardenloch bei JPMorgan : Fed fordert dickere Kapitalpolster

Milliardenloch bei JPMorgan : Fed fordert dickere Kapitalpolster

Die acht größten US-Banken müssen sich mit höheren Kapitalpuffern gegen künftige Krisen wappnen. Die US-Notenbank verabschiedete am Montag entsprechende Regelungen.

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Beim anstehenden Banken-Stresstest sollen die neuen Regeln noch keine Rolle spielen.

Die Notenbank Federal Reserve zieht die Daumenschrauben für die acht größten US-Banken an: Um in Zukunft besser für Krisen gerüstet zu sein und den Rest der Finanzwelt nicht zu gefährden, müssen die Institute ihre Kapitalquoten bis 2019 um ein bis 4,5 Prozent erhöhen. Am Montag veröffentlichte die Fed die neuen Regeln in Washington.

Biografische Daten der Fed-Chefin

  • Name

    Janet L. Yellen

  • Alter und Geburtsort

    Janet Yellen wurde am 13. August 1946 (Alter 71) im New Yorker Stadtteil Brooklyn geboren.

  • Ausbildung

    Bachelor-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften von der Brown University (US-Staat Rhode Island, 1967); Doktor in Wirtschaftswissenschaften von der Yale University (US-Staat Connecticut, 1971)

  • Berufserfahrung

    Seit dem 1. Februar 2014 ist Yellen in der Nachfolge von Ben Bernanke Präsidentin des Federal Reserve Board (FED); von 2010 bis 2014 war sie Vizepräsidentin des FED; von 2004 bis 2010 Präsidentin der Federal Reserve Bank of San Francisco; von 1997 bis 1999 Vorsitzende des Rats der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses (Council of Economic Advisers); von 1994 bis 1997 Mitglied des Federal Reserve Board of Governors; von 1980 bis 1994 Lehrkraft an der University of California, Berkeley; von 1978 bis 1980 Dozentin an der London School of Economics and Political Science; von 1977 bis 1978 Ökonomin bei der Federal Reserve; von 1971 bis 1976 Assistenzprofessorin an der Harvard University.

  • Familie

    Verheiratet mit George A. Akerlof, Wirtschaftsnobelpreisträger und Professor an der kalifornischen Berkeley-Universität; ihr Sohn, Robert Akerlof, ist Assistenzprofessor an der University of Warwick.

Betroffen sind die wegen ihrer großen Bilanzsummen als „systemisch relevant“ eingestuften Geldhäuser Bank of America, Bank of New York Mellon, Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan Chase sowie Morgan Stanley, State Street und Wells Fargo. Fast alle Banken sollen die neuen Vorschriften bereits jetzt erfüllen. Nur bei JPMorgan soll eine große Lücke klaffen. Dem „Wall Street Journal“ nach fehlen der größten US-Bank 12,5 Milliarden Dollar (11,5 Mrd Euro). Das Management sehe aber keine Probleme, die Kapitalreserven rechtzeitig aufzubauen.

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Die US-Institute müssen damit in Zukunft strengere Vorgaben erfüllen als in der internationalen Richtlinie Basel III vorgesehen. Nach den schlechten Erfahrungen der letzten großen Finanzkrise, die 2008 im Kollaps der Wall-Street-Firma Lehman Brothers eskaliert war, wurde die Regulierung in den USA deutlich verschärft.

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