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Nach Rekordjahr: ING-Diba rechnet mit scharfem Wettbewerb

Quelle: Handelsblatt Online

Die Direktbank ING-Diba stellt sich nach den Rekorden in 2011 auf Gegenwind ein. Der Wettbewerb um Privatkunden nehme zu, Spargelder würden immer teurer bezahlt, sagte Bank-Chef Roland Boekhout.

Die ING-DiBa konnte die Zahl ihrer Kunden 2011 steigern. Quelle: dpa
Die ING-DiBa konnte die Zahl ihrer Kunden 2011 steigern. Quelle: dpa

FrankfurtNach einem Rekordjahr 2011 stellt sich Europas größte Direktbank ING-Diba auf noch schärferen Wettbewerb um Privatkunden ein. „2012 wird sehr unsicher“, sagte ING-Diba-Chef Roland Boekhout am Montag in Frankfurt. „Wir sind sehr gut aufgestellt, aber unser Modell wird einigen Druck erfahren. Der Wettbewerb um Privatkunden nimmt zu, Spargelder werden immer teurer bezahlt.“ Als Lehre der Krise seien zunehmend auch ausländische Wettbewerber in Deutschland „aggressiv auf der Suche nach Liquidität“.

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Im Krisenjahr 2011 habe die ING-Diba von ihrem überschaubaren Angebot „weniger und transparenter Produkte“ profitiert, bilanzierte Boekhout. Die Zahl der Kunden erhöhte sich netto um 300.000 auf insgesamt 7,4 Millionen in Deutschland und Österreich, wobei Österreich 700.000 Kunden beisteuert. Zum Jahresende hatten Sparer die Rekordsumme von 85,9 Milliarden Euro bei der ING-Diba angelegt - sieben Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit sei die Direktbank die zweitgrößte Sparbank in Deutschland nach Deutscher Bank/Postbank.

Vor Steuern stand ein Rekordgewinn von 660 (Vorjahr: 494) Millionen Euro in den Büchern der 100-Prozent-Tochter der niederländischen Großbank ING. Der Überschuss erhöhte sich ebenfalls um ein Drittel auf 459 (345) Millionen Euro.

In der Baufinanzierung, dem zweiten Hauptstandbein des Instituts, kletterte das Bestandsvolumen um zehn Prozent auf den Rekordwert von 56,5 Milliarden. Boekhout betonte: „Es gibt keinen Grund für weitere Produkte. Wir glauben, dass wir mit unseren zehn Produkten alle Bedürfnisse von Haushalten abdecken können.“ Ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz sei die „extrem niedrige Kostenstruktur“ der ING-Diba mit ihren 2986 (2696) Mitarbeitern, erklärte der Niederländer, der auch weiterhin ohne Zukäufe auskommen will: „Wenn man so wächst wie wir wachsen, sind Akquisitionen nicht nötig, um weiter zu wachsen.

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