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Neue Eigenkapitalregeln: Banken werden krisensicher

von Konrad Daubek

Nach Ansicht der neuen BaFin-Chefin erreichen deutsche Banken die neuen Kapitalziele aus eigener Kraft.

Damit es kein böses Erwachen gibt: Die deutschen Banken erhöhen ihre Eigenkapitalquoten um für künftige Krisen besser gerüstet zu sein. Quelle: dpa
Damit es kein böses Erwachen gibt: Die deutschen Banken erhöhen ihre Eigenkapitalquoten um für künftige Krisen besser gerüstet zu sein. Quelle: dpa

Die deutschen Banken werden krisensicher. Das ist die erfreuliche Nachricht, die Elke König, neue Chefin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am Donnerstag verkünden konnte. Die Geldhäuser hätten Pläne vorgelegt, die zeigten, dass sie die neuen Regeln zur Eigenkapitalquote aus eigener Kraft erreichen.

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Nach dem Bankenstresstest im Dezember des vergangenen Jahres hatte die Europäische Bankenaufsicht (EBA) die Regeln zur Eigenkapitalquote verschärft. Bis zum 30. Juni dieses Jahres müssen alle europäischen Banken eine harte Kernkapitalquote von neun Prozent vorweisen. Die Quote soll den Banken zusätzliche Stabilität geben um mögliche Finanzkrisen in Zukunft besser bewältigen zu können. Bisher lag die vorgegebene Quote bei fünf Prozent.

Welche Banken dringend Geld brauchen

Dexia
Die Sorge um die Banken ist zurück. Die belgisch-französische Dexia-Bank muss aufgefangen werden, die Deutsche Bank kassiert ihr Gewinnziel und die Ratingagentur Standard & Poor's hat die Ratings für 15 US-Banken gesenkt. Auch die Deutsche Bank fing sich einen Warnschuss ein: S&P senkte den Ausblick von stabil auf negativ. Die Aktien des Sektors schwanken zwischen Bangen und der Hoffnung auf neue staatliche Hilfen. Ein Gradmesser für die Nervosität der Märkte sind die Kreditausfallversicherungen, im Branchenjargon Credit Default Swaps (CDS) genannt. Mit CDS sichern sich Investoren gegen eine Bankpleite ab. Derzeit müssen sie für eine solche Versicherung wieder hohe Summen zahlen. Wir zeigen Ihnen, für welche Banken besonders tief in die Tasche gegriffen werden muss. Und wie es beim Rating um die Banken steht.

Quelle: Handelsblatt Online

Bild: dpa

Ackermann will noch schneller sein

Bei sechs deutschen Banken fehlen, laut den EBA-Daten, insgesamt 13,1 Milliarden Euro. Die größte Kapitallücke hatten die Aufseher bei der Commerzbank ausgemacht, bei der 5,3 Milliarden Euro zusätzliches Eigenkapital nötig sind. Auch bei der Deutschen Bank, der genossenschaftlichen DZ Bank und den Helaba, WestLB und Nord LB sah die EBA Nachholbedarf. Deutsche Bank-Chef Josef Ackerman hatte am Donnerstag mitgeteilt, sein Haus werde die neuen Anforderungen schon vor dem 30. Juni erreichen.

Die spanische Santander Bank, das größte Geldhaus in der Eurozone erfüllt die neuen Vorgaben nach eigenen Angaben bereits und will das Kapitalpolster sogar noch weiter aufstocken. Ziel sei es, bis Ende Juni eine Eigenkapitalquote von zehn Prozent vorweisen zu können, teilte die Bank mit.

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