Neue Vorwürfe: Deutsche Bank soll belastendes Material gelöscht haben

Neue Vorwürfe: Deutsche Bank soll belastendes Material gelöscht haben

In der Affäre um Steuerhinterziehung beim Handel mit Verschmutzungsrechten soll die Deutsche Bank Unterlagen vernichtet haben. Diese wären für die Aufklärung des Falles nötig gewesen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Dem Medienbericht zufolge seien den Ermittlern E-Mails zu den mutmaßlich kriminellen Geschäften vorenthalten worden. Aus der Bank hieß es, niemand habe manipuliert.

Nach Razzien in der Zentrale und mehreren Büros habe das Amtsgericht Frankfurt am Donnerstag entschieden, dass vier Bank-Beschäftige in Untersuchungshaft kommen. Ein Fünfter werde aus gesundheitlichen Gründen geschont. Zu den in Gewahrsam genommenen gehört den Angaben zufolge ein führender Mitarbeiter aus dem Rechtsbereich, der für das Geldinstitut und dessen Vorstand große Justizverfahren betreut.
Es war bereits die zweite Razzia bei der Deutschen Bank in der Steueraffäre. Als die Ermittlungen im Frühjahr 2010 Fahrt aufnahmen, war die Bank allerdings vor der Durchsuchung gewarnt worden. Diesmal habe es keine Anzeichen dafür gegeben. Bisher hatte die Staatsanwaltschaft gegen sieben Banker und nur wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung ermittelt. Doch nun hätten sich weitere Verdachtsmomente ergeben, sagte der leitende Oberstaatsanwalt Günter Wittig.

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"Es besteht der Verdacht, dass den Ermittlungsbehörden von Mitarbeitern der Bank Beweismittel vorenthalten und Geldwäscheverdachtsanzeigen nicht erstattet wurden", hieß es in der Mitteilung der Behörde. Staatsanwaltschaft, Bundeskriminalamt und Steuerfahndung ließen auch weitere Büros der Bank sowie Wohnungen in Berlin und Düsseldorf durchsuchen.

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