Privatbanken: Josef Esch verklagt Sal. Oppenheim

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von Cornelius Welp

Der Troisdorfer Immobilienentwickler Josef Esch hat die ihm früher geschäftlich eng verbundene Bank Sal. Oppenheim verklagt.

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Josef Esch

Vor dem Kölner Landgericht fordert er die Freigabe eines Festgeldkontos bei Sal. Oppenheim mit 14,4 Millionen Euro, das die Bank gesperrt hat. Ein Sprecher Eschs bestätigte die Klage (Aktenzeichen: 91 O 24/13). Die Bank wollte sich zu dem laufenden Verfahren nicht äußern und erklärte lediglich, „ihre Rechte wahrnehmen zu wollen“.

Hintergrund der Klage ist der einst geplante Bau einer neuen Zentrale der Bank in Luxemburg. 2007 verlagerte Sal. Oppenheim seinen Sitz von Köln dorthin, kaufte ein Grundstück auf dem Kirchberg und verpflichtete sich, dieses zu bebauen. Esch erbrachte dafür etliche Vorleistungen, sorgte etwa für die Erschließung des Grundstücks. Ende 2008 überwies ihm Sal. Oppenheim deshalb 14,4 Millionen Euro auf das inzwischen gesperrte Konto. Mitte 2009 geriet die Bank jedoch durch die Pleite des Handelskonzerns Arcandor in Schieflage und wurde von der Deutschen Bank übernommen. Diese stoppte den Neubau und verkaufte später das Grundstück.

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Wie die WirtschaftsWoche erfuhr, gibt es zwischen Esch und der Bank keinen detaillierten Vertrag, sondern nur einzelne Schreiben. Esch meint, dass ein späterer Vertrag fest geplant war und verweist auf die Vorleistungen. Die Bank soll dagegen argumentieren, dass die Zahlung der 14,4 Millionen ohne rechtliche Grundlage erfolgte und sich deshalb nicht zur Zahlung verpflichtet sehen.
Wegen der Vereinbarungen ermittelt auch die Kölner Staatsanwaltschaft. Sollte die Bank die Millionen ohne Grundlage gezahlt haben, könnte sich ihre Ex-Führung wegen Untreue strafbar gemacht haben.

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