Quartalszahlen: Helaba hält am Gewinnziel fest

Quartalszahlen: Helaba hält am Gewinnziel fest

, aktualisiert 10. November 2011, 08:09 Uhr
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Helaba-Niederlassung in Offenbach

Quelle:Handelsblatt Online

Trotz eines schwächeren dritten Quartals hält die Landesbank Hessen-Thüringen an ihrem Gewinnziel für das Gesamtjahr fest. Das Vorjahresergebnis will die Helaba um zehn Prozent übertroffen.

FrankfurtAbschreibungen auf griechische Staatsanleihen und Rückgänge im Handelsgeschäft bremsen die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) aus. Von Juli bis Ende September fuhr die Bank nur noch einen Vorsteuergewinn von 38 Millionen Euro ein und damit deutlich weniger als in den ersten beiden Quartalen. „Die heftigen Marktverwerfungen an den internationalen Finanzmärkten sind auch an uns nicht ganz vorbei gezogen“, sagte Vorstandschef Hans Dieter Brenner in Frankfurt. Im Gesamtjahr geht er dennoch weiter davon aus, das Vorjahresergebnis von 398 Millionen Euro um mindestens zehn Prozent zu übertreffen.

Den Großteil davon hat das Institut bereits in der Tasche: In den ersten neun Monaten kletterte der Vorsteuergewinn um knapp ein Drittel auf 371 Millionen Euro. Er gehe davon aus, dass das Kundengeschäft bis Jahresende weiter stabile Erträge liefere, sagte Brenner. Allerdings müsse sich die Bank - die den Sparkassen in Thüringen und Hessen sowie den beiden Bundesländern gehört - 2012 auf ein langsameres Wirtschaftswachstum in Deutschland einstellen. „Es ist auch nicht auszuschließen, dass die ungelöste Staatsschuldenkrise in Europa zu weiteren Ergebnisbelastungen führen kann.“

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In den ersten neun Monaten verlieh der Konjunkturaufschwung in Deutschland der Frankfurter Bank noch kräftig Rückenwind. Die Rückstellungen für faule Kredite schrumpfte auf 106 Millionen Euro (Vorjahr: 237). Auch im Zinsgeschäft lief es etwas besser als vor Jahresfrist. Einen deutlichen Rückgang musste die Helaba dagegen im Handel hinnehmen, wo das Ergebnis um über 80 Prozent auf 24 Millionen Euro schrumpfte - vor allem weil Kreditpapiere und Derivate niedriger bewertet wurden als vor Jahresfrist. Zudem schrieb die Helaba den Wert ihrer griechischen Staatsanleihen um 50 Prozent oder 43 Millionen Euro ab.

Laut Helaba-Chef Brenner ist seine Bank auch für weitere Marktturbulenzen gerüstet. Mit einer Kernkapitalquote von 10,8 Prozent (Ende 2010: 9,6) verfüge das Institut über ein robustes Polster und müsse ihre Eigenmittel nicht weiter aufstocken. Den kürzlich von der europäischen Bankenaufsicht EBA durchgeführten „Blitz-Stresstest“ habe die Helaba mit einer harten Kernkapitalquote von rund zehn Prozent locker bestanden. Beim vorhergehenden Stresstest im Juli hatte die Bank noch für einen Eklat gesorgt: Weil die EBA Stille Einlagen des Landes Hessen nicht als hartes Kernkapital anerkannte, wollte sie das Institut durchfallen lassen - worauf sich die Helaba kurzerhand selbst von dem Stresstest ausschloss.

Künftig soll so etwas nicht mehr passieren: Bis Jahresende sollen die Stillen Einlagen des Landes Hessen über 1,92 Milliarden Euro so angepasst werden, dass sie nach den neuen Basel-III-Regeln als hartes Kernkapital gelten. „Ein entsprechender Vertrag zwischen dem Land Hessen und der Bank liegt den Aufsichtsbehörden vor“, erklärte Brenner. Damit will der Konzernchef auch die Grundlage für die angepeilte Übernahme der Verbundbank der WestLB schaffen, die vor allem deren Geschäft mit den Sparkassen umfasst.

Quelle:  Handelsblatt Online
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