Schuldenschnitt: Griechenlandrisiken deutscher Banken sind überschaubar

exklusivSchuldenschnitt: Griechenlandrisiken deutscher Banken sind überschaubar

von Mark Fehr

Ein möglicher neuer Schuldenschnitt für Griechenland würde den deutschen Finanzsektor kaum noch betreffen.

Nach Recherchen der WirtschaftsWoche haben Geschäftsbanken, Versicherer und Investmentfonds ihre Portfolios mit griechischen Staatsanleihen und Krediten an die öffentliche Hand in Griechenland weitgehend abgebaut. Der Branchenprimus Deutsche Bank hält nur noch 23 Millionen Euro Forderungen gegen den griechischen Staat. Die Commerzbank hält keine entsprechenden Positionen mehr. Auch die BayernLB, die Baden-Württembergische LBBW oder die hessisch-thüringische Helaba haben ihre Bestände an griechischen Staatsschulden komplett abgebaut. Bei der HSH Nordbank stehen noch Griechenlandforderungen in Höhe von drei Millionen Euro in den Büchern.

Die Fondshäuser Deka, DWS und Union Investment haben sich von griechischen Staatsanleihen ebenfalls verabschiedet. Die Frankfurter Universal Investment verfügt noch über einen Bestand an griechischen Staatsanleihen in Höhe von 10 Millionen Euro. Der Versicherer Allianz Leben sowie der Rückversicherer Munich Re halten keine Hellas-Anleihen mehr. Bei der Allianz Gruppe standen Ende 2012 nur noch 11 Millionen in den Büchern.

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Bei der KfW Bankengruppe dagegen steht die Regierung in Athen mit 15,2 Milliarden Euro in der Kreide. Das öffentlich-rechtliche Institut vergab im Auftrag der Bundesregierung den deutschen Anteil der 2010 gewährten Hilfskredite der Euroländer für Griechenland. Für diesen Betrag bürgt der Bund. Bei der staatlichen Bad Bank der Hypo Real Estate, FMS Wertmanagment, standen zum Jahresende 2012 Forderungen gegen öffentliche Schuldner in Griechenland mit 1,7 Milliarden Euro in der Bilanz.

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