Schwarzbuch: Die Abzock-Tricks der Banken

Schwarzbuch: Die Abzock-Tricks der Banken

Dass Verbraucher bei Bankgeschäften auf die Nase fallen, ist nichts Neues. Die Verbraucherzentrale stellt nun die gängigsten Tricks vor, mit denen Kunden geschröpft werden.

Wer Geld angelegt hat, merkt oft erst hinterher, dass er reingelegt wurde. Kosten werden verschleiert, Risiken schöngeredet und bei der Beratung steht die Verkaufsprovision im
Vordergrund. Das "Schwarzbuch Banken und Finanzvertriebe" der Verbraucherzentralen erläutert nun die gängigsten Bankentricks beim Verkauf von Finanzprodukten und erklärt, wann Anbieter in die Haftung genommen werden können.

Beispielsweise bewarb die Europa-Versicherung eines ihrer Produkte mit möglichen Renditen in Höhe von sechs bis 12 zwölf Prozent. Hier verweisen die Verbraucherschützer, konkret der Autor des Buches, Thomas Hammer, darauf, dass sich die Rechnung der Assekuranz auf die vergangenen 30 Jahre bezog, als Renditen in der angegebenen Höhe tatsächlich zu erzielen waren. Wer heute eine Lebensversicherung bei dem Unternehmen abschließt, könne maximal mit zwei bis drei Prozent rechnen.

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Aufs Kleingedruckte achten

In einem solchen Fall hat der Kunde allerdings keine rechtliche Handhabe - die Rechnung wird im Kleingedruckten erklärt. Ganz ähnlich ist es auch mit den kostenlosen Girokonten, wie sie beispielsweise die Postbank angeboten hat. So erfährt der Kunde im Kleingedruckten, dass das Konto nur dann tatsächlich kostenlos ist, wenn er einen monatlichen Geldeingang von mindestens 1000 Euro hat. Die Deutsche Bank-Tochter ist damit auf der sicheren Seite, schließlich erfährt der Verbraucher, was auf ihn zukommt. Leider eben nur im Kleingedruckten: In der Werbung und beim Beratungsgespräch wurde dieser Zusatz gern verschwiegen.

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Chancen, gegen die Methoden der Berater vorzugehen, haben die Kunden nur dann, wenn sie keine Möglichkeit hatten, die vermeintlichen Fakten zu überprüfen. Etwa im Falle von Falschberatung. So erläutert Hammer in einem Beispiel, wie ein Kunde der Deutschen Bank ein ganz anderes Anlageprodukt verkauft bekam, als er gewünscht hatte. In einem solchen Fall hilft nur der Gang zum Anwalt.

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