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Schwarzbuch: Die Abzock-Tricks der Banken

Dass Verbraucher bei Bankgeschäften auf die Nase fallen, ist nichts Neues. Die Verbraucherzentrale stellt nun die gängigsten Tricks vor, mit denen Kunden geschröpft werden.

Platz sechs: Hamburger Sparkasse

Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat sich 15 regional und überregional tätige Banken vorgeknöpft:

- Wie gut ist deren Beratung zur privaten Altersvorsorge?

- Passen die empfohlenen Produkte zum Kunden und wird dessen individuelle Rentenlücke richtig berechnet?

Die Hamburger Sparkasse hat es im Test auf immerhin 60 Punkte und Platz sechs von 15 geschafft, die Unterlagen, die die Berater verwenden wurden von den Testern sogar mit 68,8 Punkten und dem zweiten Platz belohnt. Nur was die vermeintlichen Rentenprofis daraus machen, lässt zu wünschen übrig. Die Beratung vor Ort hat es im Vergleich nur auf den neunten Platz geschafft.

Testsieger wurde übrigens die deutsche Bank: Sie bot neben der besten Beratung auch die hochwertigsten Beratungsunterlagen. Die Mitarbeiter gingen am umfassendsten und sehr individuell auf die Situation der Kunden ein. An zweiter Stelle positionierte sich Berliner Sparkasse mit überdurchschnittlicher Kompetenz bei der richtigen Bewertung des Vorsorgebedarfs. Auf dem dritten Rang folgte Berliner Volksbank. Die Mitarbeiter analysierten ausführlich die finanzielle Situation des Kunden und stellten neben den Vorteilen der Produkte auch mögliche Risiken transparent dar.

Bild: dpa/dpaweb

Wer Geld angelegt hat, merkt oft erst hinterher, dass er reingelegt wurde. Kosten werden verschleiert, Risiken schöngeredet und bei der Beratung steht die Verkaufsprovision im
Vordergrund. Das "Schwarzbuch Banken und Finanzvertriebe" der Verbraucherzentralen erläutert nun die gängigsten Bankentricks beim Verkauf von Finanzprodukten und erklärt, wann Anbieter in die Haftung genommen werden können.

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Beispielsweise bewarb die Europa-Versicherung eines ihrer Produkte mit möglichen Renditen in Höhe von sechs bis 12 zwölf Prozent. Hier verweisen die Verbraucherschützer, konkret der Autor des Buches, Thomas Hammer, darauf, dass sich die Rechnung der Assekuranz auf die vergangenen 30 Jahre bezog, als Renditen in der angegebenen Höhe tatsächlich zu erzielen waren. Wer heute eine Lebensversicherung bei dem Unternehmen abschließt, könne maximal mit zwei bis drei Prozent rechnen.

Aufs Kleingedruckte achten

In einem solchen Fall hat der Kunde allerdings keine rechtliche Handhabe - die Rechnung wird im Kleingedruckten erklärt. Ganz ähnlich ist es auch mit den kostenlosen Girokonten, wie sie beispielsweise die Postbank angeboten hat. So erfährt der Kunde im Kleingedruckten, dass das Konto nur dann tatsächlich kostenlos ist, wenn er einen monatlichen Geldeingang von mindestens 1000 Euro hat. Die Deutsche Bank-Tochter ist damit auf der sicheren Seite, schließlich erfährt der Verbraucher, was auf ihn zukommt. Leider eben nur im Kleingedruckten: In der Werbung und beim Beratungsgespräch wurde dieser Zusatz gern verschwiegen.

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Chancen, gegen die Methoden der Berater vorzugehen, haben die Kunden nur dann, wenn sie keine Möglichkeit hatten, die vermeintlichen Fakten zu überprüfen. Etwa im Falle von Falschberatung. So erläutert Hammer in einem Beispiel, wie ein Kunde der Deutschen Bank ein ganz anderes Anlageprodukt verkauft bekam, als er gewünscht hatte. In einem solchen Fall hilft nur der Gang zum Anwalt.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 27.09.2012, 16:50 UhrKulleraugen

    das die Banken nicht ehrlich sidnwissen wir doch alle, echte freie Berater sidn zur offen Legung der Provisionen Verpflichtet dies gilt aber nicht für Banken sondern nur für Leute die Ihre Arbeit ehrlich machen müssen Bestimmte Voraussetzung und Kenntnis habe aber Bänker dürfen alles

  • 25.09.2012, 05:46 UhrJoselyn

    Bankkaufmann war früher einmal ein ehrenwerter Beruf. Heute sind Bankberater nichts anderes als Vertreter mit meinem festen Standort. Sie bekommen ein geringes Grundgehalt, der Rest geht über Provision. Natürlich "beraten" die die Kunden so, dass möglichst viel für ihr eigenes Portemonaie abfällt und nicht mehr im Sinne des Kunden.

    Man kann jedem nur raten, sich selbst mit der Materie zu beschäften und seine eigenen Entscheidungen zu treffen.

    Auch bei den Banken wird entlassen und gekürzt, was das Zeug hält. Die Mitarbeiter, die über Zeitarbeit oder Leiharbeit angestellt werden, kann man ja schließlich als "Sachkosten" abrechnen, da man ja die Firma, bei der sie angestellt sind bezahlt und muss diese nicht mehr über Personalkosten laufen lassen. Eine traurige bedenkliche Entwicklung.

  • 25.09.2012, 03:01 Uhrpedro

    40 Jahre umsonst gespart.....Danke an SV-Versicherung, LBS und meine S-kasse.
    Was noch schlimmer ist, das verlorene Vertrauen und die Enttäuschung 60 Jahre den falschen Glauben geschenkt zu haben.

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