Credit Suisse tauscht Chef der Handelssparte aus

Schweizer Großbank: Credit Suisse tauscht Chef der Handelssparte aus

, aktualisiert 07. September 2016, 12:46 Uhr
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Credit Suisse tauscht Tim O'Hara aus

Die Credit Suisse machte zuletzt hohe Verluste in der Handelssparte. Nun zieht die Schweizer Großbank die Reißleine und ersetzt den langjährigen Manager Tim O'Hara per sofort durch Risikomanager Brian Chin.

Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam wechselt den Leiter des Handelsgeschäfts Tim O'Hara aus. Der Risiko-Spezialist Brian Chin übernehme mit sofortiger Wirkung die Verantwortung für die Division Global Markets und rücke in die Geschäftsleitung auf, wie die Schweizer Großbank am Mittwoch mitteilte. Zudem überträgt Thiam Eric Varvel zusätzlich zu seiner bisherigen Funktion als Chef des globalen Asset Managements die Leitung des US-Geschäfts. "Ich bin überzeugt, dass diese personellen Änderungen, die auf meinen Antrag vom Verwaltungsrat der Credit Suisse Group AG genehmigt worden sind, die Performance unserer Bank nachhaltig verbessern werden", erklärte Thiam. Einen Grund für den Abgang des Handelschefs nannte die Bank nicht.

Der Ivorer Thiam hatte einen schweren Start beim Zürcher Institut. Nach hohen Verlusten schaffte Credit Suisse im zweiten Quartal 2016 die Rückkehr in die Gewinnzone. Thiam, der das Ruder vor gut einem Jahr übernommen hatte, krempelte im Zug der neuen strategischen Ausrichtung die Geschäftsleitung um, viele ehemalige Spitzenmanager mussten gehen. O'Hara konnte sich dagegen zunächst in der Geschäftsleitung halten. Kritische Fragen musste er sich dann aber von Thiam gefallen lassen, als seine Division wegen Abschreibungen auf notleidende Kredite im Verlauf von zwei Quartalen Verluste von rund einer Milliarde Dollar machte. In der Mitteilung zu seinem Abgang sagte Thiam, O'Hara habe "die Division im zweiten Quartal 2016 in die Gewinnzone zurückgeführt und dafür gesorgt, dass sich einige der positiven Entwicklungen im zweiten Quartal auch während der Sommermonate fortgesetzt haben."

Millionengehälter So viel verdienen die Chefs der größten Banken

Mehr als 20 Millionen Dollar verdienten die Top-Bankchefs in den USA im Schnitt 2015. In Europa sind es nach einer aktuellen Auswertung deutlich weniger. Deutsche Banker sind fast gar nicht in den Top 20 zu finden.

Der Chef von JP Morgan hat gut Lachen. Kein anderer Bankboss verdiente 2015 mehr als er. Quelle: Reuters


Thiam ist dabei, den Anleihenhandel der Bank zurückzufahren und stärker auf die weniger pannenanfällige und weniger kapitalhungrige Vermögensverwaltung zu setzen. Der neue Handelschef Chin stieß 2003 zur Credit Suisse und habe sich seither als einer der besten Risikomanager der Bank erwiesen, sagte der Bankchef.

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