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Spanische Bank: Bankia-Aktien vom Handel ausgesetzt

Die spanische Großbank Bankia braucht eine größere Finanzspritze als gedacht: 15 Milliarden Euro sollen nötig sein. Am Freitag wurde die Aktie des angeschlagenen Konzerns vom Handel ausgesetzt.

Bankia Quelle: REUTERS
Die spanische Bankia braucht eine größere Finanzspritze als bislang erwartet. Die Aktien wurden am Freitag vom Handel ausgesetzt. Quelle: REUTERS

Der Wirbel um die teilverstaatlichte spanische Großbank Bankia reißt nicht ab. Die Madrider Börsenaufsicht CNMV setzte am Freitag die Notierung von Bankia-Aktien vorübergehend aus. Die heimische Börsenaufsicht CNMV begründete dies mit "Umständen, die den normalen Aktienhandel beeinträchtigen können". Der Verwaltungsrat des viertgrößten spanischen Geldinstituts wollte über einen Sanierungsplan für das angeschlagene Unternehmen entscheiden.

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Die Rettung der verstaatlichten Groß-Sparkasse Bankia wird die klamme spanische Regierung deutlich teurer kommen als bislang gedacht. Wie ein Finanz-Insider der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag sagte, wird das Institut den Staat am Freitag bei der Vorlage eines Restrukturierungsplanes um eine Geldspritze von mehr als 15 Milliarden Euro bitten. Weder das Geldhaus noch die Regierung wollte sich zu der Angelegenheit äußern.

Die Euro-Gruppe eilt Zypern zur Hilfe und gewährt dem Land einen 10-Milliarden-Euro-Kredit. Im Gegenzug muss Präsident Nikos Anastasiades die Körperschaftssteuer anheben und die heimischen Sparer zur Kasse bitten. Die Ratingagenturen haben schon lange den Glauben an die Kreditfähigkeit des Landes verloren. Staatsanleihen der Mittelmeerinsel werden als Ramschpapiere bewertet.

Rating (S&P/Moody's/Fitch): CCC+/ Caa3 / BB-

Bild: AP/dpa

Die Regierung hatte erst am Mittwoch den Finanzbedarf auf mindestens neun Milliarden Euro beziffert. Wirtschaftsminister Luis de Guindos hatte versichert, die Regierung werde den Bedarf der Großsparkasse voll decken. Die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone droht vor allem wegen der gravierenden Probleme der Banken immer tiefer in den Strudel der Schuldenkrise zu geraten und diese dramatisch zu eskalieren. Die Verluste bei Bankia sind ein wichtiger Grund für die Sorge der Finanzmärkte, dass die Bankenprobleme die Regierung dazu zwingen könnten, Finanzhilfe bei der EU zu beantragen.

Bankia wurde Anfang des Monats in einer Nacht- und Nebel-Aktion teilweise verstaatlicht, weil das Institut die riesigen Verluste aus dem spanischen Immobilien-Crash nicht mehr schultern konnte. Bankia war erst vor zwei Jahren auf staatlichen Druck aus der Fusion schwächelnder Sparkassen entstanden. Spanien leidet schwer unter den Nachwehen einer vor vier Jahren geplatzten Immobilienblase, die dem Land inzwischen eine zweite Rezession und eine rekordhohe Arbeitslosigkeit eingebrockt haben.

Mit Material von dpa und Reuters

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