Staatliche Skandalbank: Neue Milliardenlöcher bei der Hypo Real Estate

Staatliche Skandalbank: Neue Milliardenlöcher bei der Hypo Real Estate

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Zentrale der Hypo Real Estate Holding AG und der pbb (Deutsche Pfandbriefbank) bei München

von Matthias Kamp

Mit dem Schuldenschnitt für Griechenland werden die Löcher bei der Bad Bank der Hypo Real Estate noch größer. Die Abwicklung der Pleitebank wird zum Milliardengrab für die Steuerzahler.

Der neue Abwicklungsplan der Münchner FMS Wertmanagement (FMSW), der Bad Bank der vor vier Jahren beinahe pleite gegangenen und inzwischen verstaatlichten Hypo Real Estate, muss noch von den Gremien verabschiedet werden. Danach aber will die FMSW den in ihren Augen realistischeren Plan en Detail der Öffentlichkeit präsentieren. „Sofern der Bundesfinanzminister dem zustimmt“, heißt es im Umfeld der FMSW.

Zusätzlich zehn Milliarden Euro Verlust dürften bei der FMSW bis zum Jahr 2020 anfallen. Die neuen, am Wochenende bekannt gewordenen Zahlen, könnten dazu dienen, die Erwartungen bei der Politik hinsichtlich der Möglichkeiten einer erfolgreichen Abwicklung der Hypo Real Estate in realistische Höhen zurückzuschrauben. Heißt: Die Abwicklung ist ein Himmelfahrtskommando, der Steuerzahler dürfte am Ende für die Verluste aufkommen. Schrottpapiere im Umfang von 176 Milliarden Euro hatte man zur Sanierung aus der Hypo Real Estate in die FMSW ausgelagert.  Die Münchner sollen die Papiere am Markt wieder zu Geld machen. Hinter der FMSW steht der staatliche Bankenrettungsfonds Soffin.

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Bad Bank HRE verschlingt weitere Steuermilliarden

Die HRE erweist sich weiter als Loch ohne Boden. Die Kritik wächst.

Zentrale der Hypo Real Estate (HRE) in Unterschleißheim bei München. Laut „Spiegel“ belastet die Bad Bank des Instituts den Steuerzahler bis 2020 mit weiteren zehn Milliarden Euro. Quelle: dpa

Für 2011 zehn Milliarden minus

2010 hatte die Bad Bank bereits drei Milliarden Euro Verlust eingefahren. Durch den Griechenland-Ausfall könnte das Minus für das vergangene Jahr bis zu zehn Milliarden Euro betragen. Im Mai will die FMSW ihre Jahresbilanz vorlegen.

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