Trotz Schifffahrtskrise : NordLB verdoppelt Gewinn

Trotz Schifffahrtskrise : NordLB verdoppelt Gewinn

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Trotz Schifffahrtskrise hat die NordLB 2015 ihren Gewinn verdoppelt.

Beflügelt von Einmaleffekten von rund 200 Millionen Euro legt die NordLB für 2015 eine robuste Bilanz vor. Die neue Führung an der Spitze der Landesbank muss sich aber 2016 auf ein geringeres Ergebnis einstellen.

Trotz der Schifffahrtskrise hat Norddeutschlands größte Landesbank NordLB ihren Nettogewinn 2015 mehr als verdoppelt. Grund waren unter anderem Beteiligungsverkäufe. Das Ergebnis stieg nach Steuern auf 518 Millionen Euro (2014: 205 Millionen Euro) – auch dank Sondereffekten in Höhe von insgesamt 200 Millionen Euro. „Wir sind mit diesem Ergebnis zufrieden, insbesondere wenn man bedenkt, dass wir im Jahresverlauf durch eine Verschärfung der Schiffskrise noch einmal starken Gegenwind bekommen haben“, sagte Vorstandschef Gunter Dunkel am Donnerstag in Hannover. Die NordLB ist ein wichtiger Schiffsfinanzierer.

Für das laufende Jahr sagte Dunkel aber ein Ergebnis deutlich unter dem von 2015 vorher. 2016 bleibe ein Jahr mit großen Herausforderungen. Belastungen werde es weiter durch die Schiffsfinanzierung geben – auch wenn Dunkel das Geschäftsmodell der NordLB als robust genug ansieht, sie abzufedern. Eine Erholung im Schiffsbereich sei in den kommenden Jahren kaum in Sicht. Weiter hoch bleibt daher die Risikovorsorge. Die Bank hatte 2015 insgesamt 1481 finanzierte Schiffe im Portfolio – 20 Prozent weniger als 2011. Vor allem die kleinen Containerschiffe stehen weiter unter Druck. Die Schiffsfinanzierung sei für Investoren aber weiterhin interessant.

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Zur Frage nach einer möglichen Beteiligung an Offshore-Geschäften in Panama sagte Dunkel: „Von den Panama-Leaks ist die NordLB nicht betroffen, das haben wir gründlich geprüft.“ Die Haltung der Bank sei konsequente Transparenz in Fällen wie denen bei einer Luxemburger Tochter. Dort hatte die Bank die Staatsanwaltschaft Köln gebeten, einige ihrer Geschäftsbeziehungen aus früherer Zeit auf mögliche Hinweise zu Steuerhinterziehungen durch Kunden zu prüfen. Dabei geht es offenbar um Briefkastenfirmen, durch die Einkünfte oder Vermögen vor dem Fiskus versteckt werden können.

Landesbank Eigentümer stärken Kapitalpolster der NordLB

Norddeutschlands größte Landesbank NordLB will im laufenden Jahr den 2014 erzielten Vorsteuergewinn trotz der Belastungen aus der Schifffahrtskrise übertreffen. Die Eigentümer stärken ihr den Rücken.

Gunter Dunkel, Vorstandsvorsitzender der Norddeutsche Landesbank (NordLB). Die Bank will trotz der Belastungen aus der Schifffahrtskrise 2015 den Vorsteuergewinn des Vorjahres übertreffen. Quelle: dpa

Bei der NordLB werden zur Zeit die Weichen für die Zukunft gestellt. Risikovorstand Thomas Bürkle (63) wurde am Vorabend vom Aufsichtsrat für die Nachfolge von Dunkel zum 1. Januar 2017 gewählt, sein Vize wird Kapitalmarktvorstand Hinrich Holm (50). Dunkel (63) verlängert seinen Vertrag nicht.

Die auch in der Flugzeugfinanzierung tätige Bank finanzierte insgesamt 620 Maschinen - darunter erstmals Hubschrauber. Das Kapitalmarktgeschäft nannte die Bank erfolgreich, trotz eines schwierigen Marktumfelds. Der Verwaltungsaufwand sank im Vorjahr um 11 Millionen auf 1,1 Milliarden Euro.

Landesbanken Nur Fusionen können die Landesbanken-Misere beenden

Einige Landesbanken wie die HSH Nordbank oder die NordLB haben weiterhin viele Altlasten in ihren Bilanzen, bei den meisten ist keine Besserung in Sicht. Das erhöht die Risiken für haftende Sparkassen und Steuerzahler.

Altlasten gibt es auch bei der Landesbank für Hamburg und Schleswig-Holstein.

Beim Eigenkapital stieg die harte Kernkapitalquote trotz sinkender Bilanzsumme von 10,6 Milliarden auf nun 13,07 Milliarden Euro. Die NordLB mit ihen 6340 Mitarbeitern ist in drei Bundesländern aktiv und übernimmt dort für die Sparkassen die Aufgaben einer Zentralbank. Sie gehört zu 59,1 Prozent dem Land Niedersachsen und zu 26,3 Prozent dem dortigen Sparkassenverband. Weitere Eigentümer sind Sachsen-Anhalt (5,6 Prozent), der dortige Sparkassenbeteiligungsverband (5,3) und der Sparkassenbeteiligungszweckverband Mecklenburg-Vorpommern (3,7). 2015 führt die Bank 64 Millionen Euro an Steuern ab, eine Dividende ist nicht geplant.

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