UBS: Axel Weber will nur noch steuerehrliche Kunden

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Bei der UBS sind nur noch Kunden erwünscht, die ihre Steuern zahlen

von Cornelius Welp und Elke Pickartz

Bei der Schweizer Bank UBS sind Kunden, die in Deutschland Steuern hinterziehen, nicht länger willkommen.

„Die UBS hat sich zu einer Weißgeldrealität bekannt“, betonte Axel Weber, UBS-Verwaltungsratschef und früherer Bundesbankpräsident im Interview mit der WirtschaftsWoche. Da das deutsche Steuerabkommen mit der Schweiz gescheitert sei, führe die UBS nun individuelle Gespräche mit den Kunden, um dieses Thema zu regeln. Die Gespräche seien auf einem guten Weg. „Ich bin zuversichtlich, dass wir die betroffenen Kunden überzeugen können, ihre Situation mit dem deutschen Fiskus zu regeln“, so Weber. „Aktuelle Zahlen zeigen, dass viele Kunden ihre Steuerverhältnisse in Ordnung bringen oder schon gebracht haben“, sagte er. Kunden, die sich der Legalisierung ihrer Vermögen widersetzen, stellte Weber die Beendigung der Geschäftsbeziehung in Aussicht. „Sie wissen, dass dies eine Grundvoraussetzung für die langfristige Aufrechterhaltung ihrer Kundenbeziehung mit der UBS ist.“

Kritik an geplanter Bankenaufsicht bei der EZB

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Axel Weber hält die EZB für ungeeignet, die Rolle als europäischer Bankenaufseher zu übernehmen. „Die EZB sollte nicht für alles zu haben sein. Ich halte es mit ihrem Mandat für Preisstabilität für unvereinbar, wenn man ihr immer weitere Aufgaben überträgt“, sagte Weber, der seit 2012 an der Spitze des Verwaltungsrats der Schweizer UBS steht. Neue Aufgaben schafften „nur Spannungen, Interessenkonflikte und Grauzonen“, so Weber. Als Bundesbankpräsident sei sein Standpunkt immer gewesen, dass „wir nicht zum deutschen Allfinanzaufseher unter der Rechts- und Fachaufsicht des Finanzministeriums werden wollen.“ Zentralbanken seien nur für das enge Mandat der Preisstabilität demokratisch legitimiert.

Die Zypern-Rettung sieht Weber nicht als Meilenstein zu einer europäischen Bankenunion, die eine gemeinsame Bankenaufsicht, Bankenabwicklung und Einlagensicherung umfasse. „Europa hat hier noch einen langen Weg vor sich. Eine Bankenunion braucht auch eine Fiskalunion, die ohne Änderung der EU-Verträge nicht möglich ist“, sagte der UBS-Verwaltungsratspräsident. Zur weiteren Entwicklung der Eurozone äußerte er sich ebenfalls skeptisch: „Fakt ist, dass die Grundprobleme der Eurozone wie Fiskalkonsolidierung, Strukturreformen und Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit noch ungelöst sind. Die jüngste Entwicklung zeigt, dass die Krise noch lange nicht beendet ist“, sagte er.

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