UniCredit-Chef Ghizzoni: "Das Schlimmste liegt hinter uns"

UniCredit-Chef Ghizzoni: "Das Schlimmste liegt hinter uns"

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Unicredit-Chef Federico Ghizzoni: "Wir müssen sehr vorsichtig sein"

von Cornelius Welp

Der Chef der italienischen Großbank UniCredit, Federico Ghizzoni, sieht den Tiefpunkt der Krise hinter sich und hält an seiner deutschen Tochter HypoVereinsbank fest.

WirtschaftsWoche: Herr Ghizzoni, es gibt immer wieder Sorgen um die Stabilität der UniCredit, die Sie mit einem Quartalsverlust von zuletzt fast zehn Milliarden Euro nicht unbedingt beruhigt haben. Wie sicher ist Ihre Bank?

Federico Ghizzoni: Sehr sicher. Der Verlust basierte auf einmaligen Abschreibungen. Nach unserer erfolgreichen Kapitalerhöhung gehören wir mit einer Kernkapitalquote von 10,4 Prozent und mit unserer Liquiditätsausstattung zur Spitze in Europa.

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Sie mussten die neuen Aktien mit einem Abschlag von 43 Prozent anbieten und hatten Probleme, Investoren zu finden.

Im Januar war der Markt schwierig, auch weil die Herabstufung Italiens und anderer europäischer Länder durch die Ratingagenturen kurz bevorstand. Aus heutiger Sicht war die Transaktion in Höhe von 7,5 Milliarden Euro aber für unsere Investoren ein gutes Geschäft und für uns ein großer Vertrauensbeweis.

Inwiefern?

Die Nachfrage war zuletzt nicht nur in Italien groß, sondern auch im übrigen Europa, in den USA und im Mittleren Osten. Einige US-Fonds, die sich aus Europa verabschiedet hatten, haben sich bei uns wieder engagiert. Zudem haben wir den Anteil langfristiger Investoren erhöht. Das ist ein positives Signal für Italien und Europa, genauso wie die sinkenden Finanzierungskosten italienischer Banken.

Grafik Aktien-Info UniCredit

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Italien steckt in der Rezession. Wenn mehr Kredite ausfallen, bleibt von Ihrem neuen Eigenkapital nicht viel übrig.

Wir rechnen damit, dass die Rezession spätestens Anfang 2013 vorbei ist. Wenn ich mit Unternehmern spreche, ist die Stimmung nicht schlecht. Wir machen drei Viertel unseres italienischen Geschäfts im Norden, wo die Unternehmen denen in Deutschland ähnlich sind. Sie sind in deutlich besserer Verfassung als 2009, für viele war 2011 sogar ein Rekordjahr.

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