US-Geldwäscheskandal: HSBC zahlt Rekordstrafe

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US-Geldwäscheskandal: HSBC zahlt Rekordstrafe

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HSBC-Chef Stuart Gulliver sagte nach Bekanntwerden der Strafe, dass seine Bank die Verantwortung für Fehler in der Vergangenheit übernehme.

Die britische Großbank HSBC hat im Zusammenhang mit Geldwäschevorwürfen eine Einigung mit dem US-Justizministerium erzielt und zahlt dafür fast zwei Milliarden Dollar.

Mit Zahlung einer Rekordstrafe von 1,9 Milliarden Dollar (rund 1,5 Milliarden Euro) kann die Großbank HSBC einen Geldwäscheskandal in den USA ad acta legen. Wie ein Behördenvertreter am Montagabend mitteilte, einigte sich das größte Geldinstitut Europas mit US-Behörden auf eine Aussetzung einer Strafverfolgung. Das bedeutet, dass HSBC in gewissen Punkten ein Fehlverhalten einräumt. Damit käme das Kreditinstitut um eine Klage herum, wenn sie bestimmte Bedingungen erfüllt - wie etwa eine Stärkung interner Kontrollmechanismen zur Eindämmung von Geldwäsche.

HSBC-Chef Stuart Gulliver sagte am Dienstag, die Bank übernehme die Verantwortung für Fehler in der Vergangenheit. "Wir haben gesagt, dass es uns zutiefst leidtut, und tun das noch einmal", erklärte Gulliver.

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Nähere Einzelheiten lagen zunächst nicht vor. Den Angaben zufolge verpflichtet sich die britische Großbank zur Zahlung einer Vermögensstrafe von 1,25 Milliarden Dollar und einem Bußgeld von 655 Millionen Dollar.

Die auf Asien fokussierte, in Großbritannien ansässige Bank HSBC hatte Anfang November 1,5 Milliarden Dollar zurückgelegt, um für mögliche Strafen gerüstet zu sein.

Gewinn rückläufig Geldwäsche-Skandal belastet HSBC

Geldwäsche, Falschberatung von Kunden und Zins-Tricksereien: Die Vorwürfe gegen die britische Großbank nehmen kein Ende. Vorstandschef Gulliver räumte ein, dass es in Europas größtem Geldhaus an allen Ecken brennt.

Skandale über Skandale:  Die von einem Geldwäsche-Skandal erschütterte britischen Großbank HSBC gab öffentlich zu, dass es brennt im Haus. Ein weiteres Minus: Sie verdient weniger. Quelle: dapd

Ein Ausschuss des US-Senats stellte im Juli nach einjähriger Untersuchung fest, dass die Bank Kunden über Jahre half, fragwürdige Gelder aus Ländern wie Mexiko, dem Iran, Saudi-Arabien und Syrien zu transferieren HSBC soll für Länder wie den mit internationalen Sanktionen belegten Iran Milliarden von Dollar transferiert haben.

Demnach sollen zwischen 2007 und 2008 Gelder in Höhe von rund sieben Milliarden Dollar (knapp 5,7 Milliarden Euro) aus Mexiko in die USA geflossen sein. Die HSBC Mexiko räumte ein, über 39 verdächtige Transaktionen gar nicht und über mehr als 1.700 Fälle zu spät berichtet zu haben.

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Überdies soll die US-Abteilung von HSBC Dienstleistungen für einige Banken in Saudi-Arabien und Bangladesch erbracht haben, die vermutlich Al-Kaida und andere Terrorgruppen finanziell unterstützen.

Auch die britische Bank Standard Chartered stand am Montag wegen ihrer Geschäftsmethoden erneut im Zwielicht. Das Kreditinstitut einigte sich in einem Skandal um unerlaubte Geschäfte mit dem Iran mit der New Yorker Finanzaufsicht auf eine Zahlung von 340 Millionen Dollar.

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