US-Investmentbank: Lehman Brothers verlässt Gläubigerschutz

US-Investmentbank: Lehman Brothers verlässt Gläubigerschutz

, aktualisiert 06. Dezember 2011, 20:30 Uhr
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Am 5. September 2008 hat Lehman Brothers Insolvenz angemeldet, nachdem die US-Regierung einen Notkredit verweigert hat.

Quelle:Handelsblatt Online

Lehman Brothers kann den Gläubigerschutz verlassen. Das US-Insolvenzgericht hat dem Restrukturierungsplan zugestimmt. Damit kann die Auszahlung an die Gläubiger im kommenden Jahr beginnen.

New YorkDie auf dem Höhepunkt der Finanzkrise zusammengebrochene US-Investmentbank Lehman Brothers verlässt den Gläubigerschutz. Am Dienstag stimmte das US-Insolvenzgericht dem Plan zur Restrukturierung des Instituts zu. Die Insolvenz hatte vor rund zweieinhalb Jahren das Weltfinanzsystem nachhaltig erschüttert.

Lehman rechnet damit, Anfang kommenden Jahres mit der Auszahlung der Abfindung in Höhe von geschätzten 65 Milliarden Dollar an Gläubiger zu beginnen. Damit erhalten sie deutlich weniger zurück als ihre Forderungen, die sich auf 450 Milliarden Dollar beliefen.

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Lehman Brothers war 2008 auf dem Höhepunkt der Finanzkrise zusammengebrochen. Wie viele Geldhäuser hatte die Bank in großem Stil mit auf faulen US-Immobilienkrediten basierenden Wertpapieren spekuliert. Nach Angaben der mit der Abwicklung betrauten Zweckgesellschaft Lehman Brothers Holdings Inc. war es die „größte und komplexeste“ Pleite der Geschichte mit 7.000 Betroffenen in 40 Ländern. Das offizielle Ende des Insolvenzverfahren könnte das Gericht den Angaben zufolge am 31. Januar erklären.

Die Abwicklung der Pleitebank dürfte aber noch drei bis fünf Jahre dauern, hieß es aus vertrauten Kreisen. Von den 65 Milliarden Dollar Restvermögen seien derzeit nur 25 Milliarden Dollar liquide. Bei der übrigen Summe handele es sich etwa um Immobilien, die erst noch zu Geld gemacht werden müssten. Die Gelder würden dann zunächst an vorrangige Gläubiger in den USA gehen, etwa die Steuerbehörde oder halbstaatliche Einrichtungen wie die Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac.

Quelle:  Handelsblatt Online
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