Vergütungsregeln: Bonusdeckel für Fondsgesellschaften ausweiten

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KommentarVergütungsregeln: Bonusdeckel für Fondsgesellschaften ausweiten

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Die EU-Parlamentarier haben heute beschlossen, die Vergütungsregeln mit Bonigrenzen für Banker auch auf die Fondsmanager auszudehnen.

von Heike Schwerdtfeger

Die EU-Parlamentarier wollen auch die Boni von Fondsmanagern bei den in der EU zugelassenen Investmentfonds kappen. Das ist zwar konsequent, aber im Detail noch ziemlich vage.

Der EU-Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) hat heute beschlossen, die Vergütungsregeln mit Bonigrenzen für Banker auch auf die Fondsmanager auszudehnen, so sagte es Sven Giegold, wirtschafts- und finanzpolitischer Sprecher der Grünen im Europäischen Parlament und zuständiger Berichterstatter aus dem Ausschuss in einer Telefonkonferenz.

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Künftig sollen Fondsmanager nur noch einen Bonus bekommen können, der auch der Höhe ihres Festgehaltes entspricht, plant der Ausschuss.

Wer also 80.000 Euro Festgehalt hat, könnte noch maximal 80.000 Euro als Bonus bekommen. Das EU-Parlament muss dem aber noch zustimmen. Doch schon jetzt ist klar, dass Vergütungsgrenzen alle Bereiche des Finanzmarktes erfassen werden und irgendwann auch Hedgefonds und Private Equity Gesellschaften treffen werden.

Großbritannien scheitert EU beschließt Deckelung der Banker-Boni

Der lange Streit hat ein Ende: Mit einer Kompromiss-Lösung bringt die EU die strengeren Regeln für Bonuszahlungen an Banker unter Dach und Fach. Großbritannien scheitert mit seinem erbitterten Widerstand.

Nach zähen Verhandlungen haben sich das Europaparlament und die irische EU-Ratspräsidentschaft in der Nacht zum Donnerstag auf Regelungen zur Begrenzung von Banker-Boni geeinigt. Quelle: dpa

Die EU-Ausschussmitglieder wollen verhindern, dass die verschärften Bonusregeln für Banker dadurch ausgehebelt werden, dass Banken Mitarbeiter in Fondsgesellschaften auslagern, also eine Art Regulierungsarbitrage betreiben könnten. Das ist nur konsequent und richtig. Denn überall wird Geld für die Altersvorsorge von Bürgern angelegt, ob Bank, Investmentfonds oder Private Equity-Fonds. Vor allem die Versorgungswerke und Pensionskassen sind dort aktive Anleger und auch sie müssen vor einer zu hohen Kostenbelastung geschützt werden. Und da die Netzwerke so geknüpft sind, dass sie intern nur wenig gegen Gier und Boniauswüchse tun, muss der Gesetzgeber eingreifen.

Auch bei den Fondsgesellschaften gibt es Gierhälse. Aber genauso, wie längst nicht jeder Mitarbeiter einer Bank einen Bonus bekommt (die neuen Bonusregeln werden in Deutschland nur etwa zwei Prozent der Bankangestellten treffen) gibt es auch bei den Investmentfondsanbietern manche, die hohe Boni bekommen, andere gehen leer aus.

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