Wall Street: Comeback der Privatkunden rettet US-Banken

Wall Street: Comeback der Privatkunden rettet US-Banken

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Dämmerung in Lower Manhattan: Nach einem schwierigen Jahr sollen die Geschäfte der US-Banken 2012 wieder besser laufen

Die großen US-Banken legen ihre Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Branchen-Riesen wie Goldman Sachs und Citigroup kommen mit einem blauen Auge davon.

Die Turbulenzen an den Kapitalmärkten haben der größten US-Investmentbank Goldman Sachs die Bilanz verhagelt. Das Geldhaus verbuchte im vierten Quartal wegen rückläufiger Einnahmen im Handelsgeschäft und Investmentbanking einen Gewinneinbruch, übertraf jedoch die Markterwartungen. Das Ergebnis je Aktie sei auf 1,84 Dollar von 3,79 Dollar im Vorjahr gefallen, teilte der Branchenprimus am Mittwoch mit. Analysten hatten lediglich mit 1,24 Dollar je Anteilsschein gerechnet. Vorbörslich stieg die Goldman-Aktie um 2,3 Prozent.

Dennoch: Der Nettogewinn für das Gesamtjahr ging um 56 Prozent auf 978 Millionen Dollar zurück. Die Einnahmen bezifferte das Geldhaus mit 6,05 Milliarden Dollar und lag damit unter den Erwartungen der Wall Street von im Schnitt 6,54 Milliarden Dollar. Im Investmentbanking fielen die Nettoeinnahmen binnen Jahresfrist um 43 Prozent auf 857 Millionen Dollar.

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US-Banken legen Zahlen vor

Boni gekürzt

Die US-Investmentbank Goldman Sachs leidet ebenso wie die Konkurrenz unter den Finanz-Turbulenzen. Weil der Gewinn angesichts der Schuldenkrise eingebrochen ist, müssen die Goldman-Mitarbeiter nun auf Gehalt verzichten. Ihre Boni sinken um Zehntausende Dollar. Ein Goldman-Banker trägt für das vergangene Jahr im Schnitt 367.000 Dollar nach Hause, wie aus der heute in New York vorgelegten Bilanz hervorgeht. Im Jahr zuvor waren es noch rund 431.000 Dollar.

Doch selbst mit dem abgespeckten Gehalt gehören die Goldman-Beschäftigten zu den absoluten Spitzenverdienern an der Wall Street. Die Bank selbst indes fällt hinter so manchen Konkurrenten zurück. Der Jahresgewinn ist um 67 Prozent auf unterm Strich 2,5 Milliarden Dollar geschrumpft (1,9 Milliarden Euro). Dabei wird Goldman nicht nur von den Folgen der europäischen Schuldenkrise eingeholt. Die Wall-Street-Größe hatte im Jahresverlauf auch noch ihre Schulden bei Starinvestor Warren Buffett beglichen, was zusätzlich am Gewinn nagte. Immerhin lief es gegen Jahresende wieder etwas besser. Nachdem Goldman im dritten Quartal in die roten Zahlen gerutscht war, verdiente die Bank im vierten Quartal unterm Strich eine knappe Milliarde Dollar. Das war mehr als Analysten erwartet hatten. Insofern stieg die Aktie in New York vorbörslich um ein Prozent.

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