Werbesprech: Dem Marketing fehlt das Start-up-Gen

kolumneWerbesprech: Dem Marketing fehlt das Start-up-Gen

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Die Entwickler der beliebten Foto-App Instagram wurden gerade von Facebook für eine Milliarde Dollar aufgekauft - doch solche Erfolgsgeschichten gelingen nur den wenigsten Start-ups.

Kolumne von Ralf Schwartz

Ein Marketing mit erdrückendem Korsett aus starren Strukturen, Prozessen und Ritualen passt nicht mehr in die heutige Zeit. Das Marketing benötigt das 'Start-up-Gen', um zu neuem Leben zu erwachen.

Die Zeiten der Gewissheit sind ein für allemal vorbei. Längst müsste also auch unsere Intuition umgeschaltet haben und unser Bauch uns sagen, dass beispielsweise Planung im traditionellen Sinne pure Verschwendung von Geld, Zeit und Human Ressources ist.

Zwar ist die Welt komplexer, das Business aber nicht wirklich komplizierter geworden. Wir machen uns selbst etwas vor, wenn wir entsprechend bequeme Entschuldigungen vorschieben.

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Wir alle kennen die tödlichsten Fehler des Marketings - und doch begehen wir sie alle immer wieder. Egal, wie erfahren wir sind: Bei der nächsten Produktentwicklung, beim nächsten Launch, in unserem nächsten Job sind wir wieder die ersten, die in jedes erdenkliche Fettnäpfchen tapsen.

Tatsächlich wollen wir über Jahr(zehnt)e liebgewonnene, dennoch längst obsolete starre Prozesse, Strukturen und Rituale nicht missen. Sind sie doch die einzigen Strohhalme, die uns Halt geben in den Untiefen des Tagesgeschäfts. Sind sie doch die einzigen Bollwerke, die uns schützen können vor Komplexität, Vielfalt und Wandel - den drei Shakepeareschen Hexen, die uns das Marketingleben zum Gewittersturm machen.

Allzusehr werden wir zudem parallel von anderen in Prozesse, Strukturen und Rituale gepresst. Schließlich muss nicht nur das Marketing in seiner unternehmerischen Innenwelt reibungslos funktionieren, sondern auch in seinen externen Agentur- und Lieferanten-Beziehungen. Und zu allem Überfluss ist es auch nur eines von vielen Rädern in diesem System Unternehmen, die nahtlos ineinandergreifen müssen. Bis schließlich diese Potemkinschen Kartenhäuser in Gänze über uns zusammenstürzen!

Was also können wir tun? Wir wissen nicht im Vorhinein, was uns der nächste Tag - oder gar der nächste Kunde - bringt. Machen wir aus der Not eine Tugend! Trennen wir uns in einem Gedankenspiel von unseren liebgewonnenen Regeln, die uns die Luft zum Atmen rauben, uns einschnüren und unseren Erfolg im Ansatz ersticken.

Tun wir kurz so, als könnten wir heute neu beginnen. Tun wir so, als wären wir nicht die Marketing-Abteilung, sondern ein Start-up - denn im Grunde muss jedes Marketing heute flexibel und eigenverantwortlich wie ein Start-up agieren können!

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