Windreich-Pleite: Verdacht gegen Sarasin-Bank

Windreich-Pleite: Verdacht gegen Sarasin-Bank

Im Januar wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen gegen Windreich ausgeweitet hat. Nun kommt ein neuer Verdacht auf: Mitarbeiter der Schweizer Bank Sarasin sollen SZ-Informationen zufolge Kunden erst riskante Anlagen angedreht und dann auch noch die Insolvenz ausgelöst haben.

366 Millionen Euro - das ist die Summe, die die Gläubiger des insolventen Windpark-Entwicklers Windreich auf der Gläubigerversammlung forderten. Nun kommt nach der Insolvenz noch ein neuer Schauplatz hinzu: Die Schweizer Privatbank Sarasin galt als fleißig beim Vertrieb der Windreich-Anleihen, schreibt die "Süddeutsche Zeitung".

Nun rückt ein Beschwerdeschreiben von Anlegern beim Ombudsmann der deutschen Banken das Haus in ein schlechtes Licht: Demnach sollen Anlegern - auf Betreiben des Instituts hin, Windreich-Anleihen ins Depot gebucht worden sein, unabhängig davon, welche Investmentstrategie diese Kunden überhaupt verfolgt hätten, so die "SZ". Damit so so viel Geld reingekommen sein, dass die Papiere teils einen sechsstelligen Betrag in Depots aus, in Einzelfällen sogar bis zu 40 Prozent des Gesamtportfolios ausmachten. Der Bank hätte dabei klar sein müssen, dass Windreich sich längt auf eine Schieflage zu bewegt. Warnungen gab es keine, obwohl Anlegern versprochen wurden war, dass "Sicherheit vor Ertrag" gehe. Im Zuge dessen ist auch bekannt geworden, dass Sarasin dem Unternehmen 70 Millionen Euro per Darlehen geliehen hätte - ein Eigeninteresse der Bank war also, dass die Geschäfte von Windreich weitergehen.

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Im Januar wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft Stuttgart ihre Ermittlungen gegen den Windpark-Entwickler Windreich ausgeweitet hat. Im Dezember habe es Durchsuchungen bei einem weiteren Beschuldigten gegeben, sagte eine Sprecherin am Montag in Stuttgart. Zuvor hatte die „Stuttgarter Zeitung“ berichtet, die Anklagebehörde habe nun auch den Wirtschaftsprüfer der insolventen Gesellschaft im Visier. Dem Blatt zufolge wollte er sich auf Anfrage nicht zu den Vorwürfen äußern.

Die Ermittlungen drehen sich unter anderem um den Verdacht auf Beihilfe zur Bilanzmanipulation und zum Kreditbetrug, wie die Sprecherin der Behörde sagte. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft unter anderem gegen den früheren Firmenchef Willi Balz Ermittlungen wegen des Verdachts auf Bilanzmanipulation und Insolvenzverschleppung aufgenommen. Balz weist die Vorwürfe zurück.

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