Zahlen: Commerzbank startet mit Verlust

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Zahlen: Commerzbank startet mit Verlust

Der Commerzbank ist wie erwartet mit einem Verlust ins Jahr gestartet. Im ersten Quartal stand unter dem Strich ein Fehlbetrag von 94 Millionen Euro, wie das Institut am Dienstag in Frankfurt mitteilte.

Die Kosten für den Abbau von bis zu 6000 Arbeitsplätzen haben der Commerzbank im ersten Quartal wie erwartet rote Zahlen eingebracht: Der Verlust fiel mit 94 Millionen Euro allerdings geringer aus als Analysten erwartet hatten. Vor einem Jahr hatte die Bank noch 355 Millionen Euro verdient. Die zweitgrößte deutsche Bank stellte wie angekündigt 493 Millionen Euro für den Stellenabbau zurück. In der Kernbank - also ohne die zur Abwicklung bestimmten Sparten Immobilien-, Schiffs- und Staatsfinanzierung - sank das operative Ergebnis im Vorjahresvergleich vor allem wegen der niedrigen Zinsen auf 556 (866) Millionen Euro, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Effekte des grundlegenden Umbaus sollen im kommenden Jahr sichtbar sein.

Die wichtigsten Sparten der Commerzbank

  • Asset Based Finance

    Diese Sparte schrieb 2011 einen operativen Verlust von 3,91 Milliarden Euro. Zur ABF zählen die gewerblichen Immobilien-, Schiffs-, und Staatskredite. Das ändert sich im Juli. Dann zählen Schiffskredite und ein Teil der Immobilienkredite zur Real Estate and Ship Finance. Der Rest wird in Non Core Assets abgewickelt.

  • Privatkunden

    Das operative Ergebnis 2011 betrug 375 Millionen Euro. Zu diesen Segment zählt das Vermögensmanagement und die Online-Tochter comdirect. Die Commerzbank möchte das Privatkundengeschäft weiter ausbauen, bisher sind die Erfolge übersichtlich.

  • Osteuropageschäft

    Operatives Ergebnis 2011: 483 Millionen Euro. Zwischenzeitlich gab es große Probleme in der Sparte. Zu ihre zählen die polnische Tochter BRE, die jetzt wieder hohe Gewinne schreibt und die ukranische Bank Forum.

  • Investment-Banking

    Das operative Ergebnis der Sparte betrug in vergangenen Jahr 583 Millionen Euro. Der Geschäftsbereich umfasst das kundenorientierte Investmentbanking und die Betreuung der kapitalmarktaffinen Kunden.

  • Mittelstandsbank

    Diese Sparte lieferte 2011 ein operatives Ergebnis von 1,53 Milliarden Euro. Damit ist die Mittelstandsbank die wichtigste Sparte. Sie betreut mittelständische und große Unternehmenskunden, sowie institutionelle Kunden.

"Erste Initiativen zeigen bereits heute Wirkung - insbesondere im Privatkundengeschäft", sagte Commerzbank-Chef Martin Blessing. Einen konkreten Ausblick für das Jahr traute sich die Commerzbank erneut nicht zu.

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