Zweite Finanzspritze: Viele Banken zahlen EZB-Hilfsgelder zurück

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Zweite Finanzspritze: Viele Banken zahlen EZB-Hilfsgelder zurück

Nord-Süd-Gefälle bei Europas Banken: Während die Geldhäuser im Norden des Kontinents sich günstiger finanzieren können, hängen im Süden noch viel Banken am Tropf der EZB. Ein Viertel der geliehenen Mittel sollen zurückgezahlt werden.

Europas Banken werden nach Expertenschätzungen bei erster Gelegenheit knapp ein Viertel der Mittel aus der zweiten Finanzspritze der Europäischen Zentralbank (EZB) zurückzahlen. 22 von Reuters befragte Geldmarkthändler gehen im Schnitt davon aus, dass die Institute am 27. Februar 125 Milliarden Euro aus dem zweiten Dreijahrestender nach einem Jahr zurückgeben werden. Die EZB hatte ihnen damals insgesamt 529 Milliarden Euro geliehen, um Liquiditäts-Engpässen in der Euro-Schuldenkrise vorzubeugen. Banken aus dem stabilen Norden Europas können sich inzwischen wieder günstiger finanzieren als zu den 0,75 Prozent, die die EZB verlangt. Im Süden hängen aber noch viele Banken am Tropf der Notenbank.

Ende Januar hatten die Banken bereits die Möglichkeit, Geld aus der ersten, Ende Dezember 2011 geflossenen Tranche zu tilgen. Damals wurden 137 Milliarden von 489 Milliarden Euro zurückgegeben, in den folgenden Wochen flossen aber nur noch kleinere Milliardenbeträge an die EZB zurück.

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Unter anderem hatte die Commerzbank die Gelegenheit genutzt, die ersten zehn Milliarden Euro zu tilgen, die sie für ihren Immobilienfinanzierer Eurohypo aufgenommen hatte. Die Eurohypo wird inzwischen abgewickelt. Aus der zweiten Tranche hatte sie sechs Milliarden Euro für ihre Töchter in Italien und Spanien genommen, um für ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone gewappnet zu sein. Vom 27. Februar an könnte auch die Deutsche Bank zehn Milliarden Euro an die EZB retournieren. Finanzchef Stefan Krause hat allerdings angekündigt, dass der deutsche Branchenprimus das nicht auf einen Schlag, sondern in kleinen Raten machen werde. Auch die Aareal Bank hatte nur aus dem zweiten Topf Geld angenommen, Kreisen zufolge eine Milliarde Euro.

Insgesamt hatten 460 deutsche Banken bei den beiden, zusammen eine Billion Euro schweren Verteilaktionen zugegriffen, davon viele Sparkassen und kleine Genossenschaftsbanken, wie EZB-Präsident Mario Draghi gesagt hatte. Analysten von Barclays gehen davon aus, dass deutsche Institute 69 Milliarden Euro aus den EZB-Töpfen erhalten hatten, davon 30 Milliarden aus der zweiten Tranche.

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