
Noch immer machen einige Banken vor allem durch negative Schlagzeilen auf sich aufmerksam. Bislang ist zwar nicht zu beobachten, dass die Deutschen ihr Erspartes lieber unter dem Kopfkissen verstecken als es ihrer Bank anzuvertrauen, dennoch ist bei den Verbrauchern eine grundsätzliche Verunsicherung zu beobachten. Die in der Branche ohnehin wichtigen Themen „Sicherheit“ und „Vertrauen“ rücken in Zeiten der Finanzkrise noch stärker in den Mittelpunkt.
Die Unsicherheit der Verbraucher spiegelt sich auch in den Ergebnissen einer aktuellen Imageanalyse wider, die mit dem Markenmonitor BrandIndex durchgeführt wurde. Demnach haben sich die durchschnittlichen Imagewerte der Bankenbranche in den vergangenen Monaten kaum erholt. Im September und Oktober des vergangenen Jahres waren die BrandIndex-Werte der Branche in Folge der Insolvenz des amerikanischen Instituts Lehman Brothers und des Beinahe-Zusammenbruchs der deutschen Bank Hypo Real Estate dramatisch eingebrochen.
ING-DiBa legt wieder zu
Es gibt allerdings auch Kreditinstitute, die bisher offensichtlich von der derzeitigen Krise profitieren konnten. Dazu gehören unter anderem die Sparkassen: Seit Anfang September stiegen die BrandIndex-Werte der öffentlich-rechtlichen Kreditinstitute gegen den Branchentrend um 16 Punkte auf ein 12-Monats-Hoch von derzeit 38 Punkten. Ebenfalls sehr gut entwickelten sich die Werte der Volks- und Raiffeisenbanken, die sich im BrandIndex momentan auf einer Stufe mit den Sparkassen befinden.
Auffallend ist aber vor allem das gute Abschneiden der Marke ING-DiBa: Als eine der wenigen privaten Banken macht der Anbieter mit einer starken Markenentwicklung im BrandIndex auf sich aufmerksam. Zwar hat die Bank im vergangenen Jahr zunächst auch an Beliebtheit verloren, mittlerweile legten die Imagewerte aber wieder deutlich zu, auf derzeit 44 BrandIndex-Punkte. Damit ist die ING-DiBa noch vor den Sparkassen und den genossenschaftlichen Kreditinstituten die beliebteste Bank im YouGov BrandIndex. Zum Vergleich: Der durchschnittliche BrandIndex-Wert aller 25 untersuchten Bankmarken liegt derzeit bei schwachen minus 15 Punkten.
ING-DiBa kann sich von Sparkassen abheben
Die ING-DiBa schneidet jedoch nicht nur im Hinblick auf das Gesamtimage sehr gut ab: Die für den BrandIndex befragten Personen bewerten neben dem Preis-Leistungs-Verhältnis auch die Kundenzufriedenheit ausgesprochen positiv. In diesen Punkten erreicht die Direktbank im Vergleich zu Konkurrenten die mit Abstand beste Bewertung. Auch hinsichtlich der Qualitätswahrnehmung kann sich die Marke seit Mitte März wieder von den ebenfalls gut platzierten Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken abheben.
Der große Erfolg der ING-DiBa ist letztlich auch ein Beleg dafür, dass ein engmaschiges und teures Filialnetz, wie es etwa die Sparkassen und Genossenschaftsbanken betreiben, keine alleinige Voraussetzung für eine starke Positionierung in der Bankenbranche ist.
Zur Untersuchung: Der BrandIndex ist ein Markenmonitor. Auf der Basis einer täglichen Befragung von 1000 Personen ermöglicht dieses forschungsbasierte Tool zur Markenführung tagesaktuelle Imageanalysen von über 500 Marken aus 20 Branchen.









