Bankenkrise: Commerzbank: Trotz hoher Verluste operativ besser

Bankenkrise: Commerzbank: Trotz hoher Verluste operativ besser

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ILLUSTRATION - Ein Mann tippt am Mittwoch (28.10.2009) nach einer Pressekonferenz der Commerzbank in Frankfurt am Main auf einem Taschenrechner mit dem neuen Logo der Bank. Die Commerzbank gibt sich mehr als ein Jahr nach der Übernahme der Dresdner Bank ein neues Logo. Es setzt sich aus den bisherigen Marken beider Institute zusammen. Das grüne Band hat seine Farbe gewechselt und ist Commerzbank-gelb und dreidimensional geworden. Ende August 2008 hatte Deutschlands zweitgrößte Bank die angeschlagene Dresdner Bank übernommen. Foto: Marius Becker dpa/lhe (zu dpa 0421 vom 28.10.2009) (c) dpa - Bildfunk

Die staatlich gestützte Commerzbank meldet einen Verlust von 1,05 Milliarden Euro. Grund sind Abschreibungen auf den Unternehmenswert des Immobilienfinanzierers Eurohypo und Kosten für die Übernahme der Dresdner Bank.

Die vom Staat gestützte Commerzbank hat im dritten Quartal einen Milliardenverlust eingefahren. Abschreibungen auf den Unternehmenswert des Immobilienfinanzierers Eurohypo und Kosten für die Integration der übernommenen Dresdner Bank drückten das Institut tief ins Minus. Operativ ging es dafür etwas aufwärts. Das geht aus vorläufigen Zahlen hervor. 

Ein Grund für die hohen Belastungen seien laut Commerzbank die gesunkenen Ertragserwartungen bei der 2005 erworbenen Eurohypo. Eine Neubewertung wurde notwendig, weil die Commerzbank im dritten Quartal ihre Segmentsberichterstattung komplett geändert hat. Dabei überprüfte der Konzern auch die immateriellen Firmenwerten (Goodwill).

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Inklusive aller Sondereffekte lag der Verlust bei 1,05 Milliarden Euro, wie die Commerzbank gestern in Frankfurt überraschend mitgeteilt hatte. Alles in allem dürften die Geschäfte von Juli bis September etwas besser gelaufen sein als noch vor einem Jahr. Operativ erzielte die zweitgrößte deutsche Bank nach vorläufigen Zahlen überraschend einen Gewinn von 120 Millionen Euro. Die Commerzbank profitierte dabei unter anderem von einer Kurserholung bei zuletzt als eher wertlos eingestuften Wertpapieren.

Auch das Handelsergebnis dürfte im Gegensatz zum Vorjahr positiv sein. Die Schätzungen der Analysten weichen stark voneinander ab und reichen von 100 bis 700 Millionen Euro. Den Zinsüberschuss sehen dagegen alle zehn von dpa-AFX befragten Analysten leicht auf 1,8 Milliarden Euro steigen. Nach wie vor ist der Quartalsbericht nur mit Pro-Forma-Zahlen vergleichbar, die die Commerzbank nach der Übernahme der Dresdner Bank veröffentlicht hat.

Aktie fällt um 3,5 Prozent

Die Commerzbank-Aktie fiel nach Bekanntgabe am Dienstagmorgen um 3,5 Prozent auf 6,94 Euro und waren damit einer der größten Verlierer im Dax. „Neue Marke, neue Abteilungen, aber immer noch die selben alten Probleme“, schrieben die Analysten der Citigroup in einer Studie und verwiesen auf die sinkende Kernkapitalquote. „Es ist schwer vorstellbar, wie die Commerzbank ihre wachsenden Kapitallücken ausgleichen kann, ohne in irgendeiner Form ihr Kapital zu erhöhen, was möglicherweise nicht von den Investoren unterstützt werden würde“, hieß es.

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