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Bau: Autobahn-Desaster für Bilfinger Berger

von jk/dpa

Nach den U-Bahn-Skandalen in Köln und Düsseldorf macht nun auch noch ein löchrige Autobahn Bilfinger Berger zu schaffen.

Autobahn A1 bei Oyten (Kreis Quelle: dpa
Autobahn A1 bei Oyten (Kreis Rotenburg-Wümme) Quelle: dpa

Die A1 ist die wichtigste Verkehrsverbindung zwischen Hamburg und Bremen. Zu den Dauerbaustellen beim sechsspurigen Ausbau der Autobahn kommen jetzt noch zahlreiche Löcher im neuen Asphalt. Und wie beim Pfusch beim U-Bahn-Bau in Köln und Düsseldorf taucht auch bei diesem Desaster der Name eines Mannheimer Baukonzerns auf: Bilfinger Berger.

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„Der oberste Belag bröselt einfach weg“, beschreibt Heiko Gerken von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Verden die Probleme. „Die Fahrbahndecke löst sich vier Zentimeter tief auf.“ Zweieinhalb Monate nach der Freigabe wird ein Autobahn-Teilstück bei Bremen damit schon wieder zum Sanierungsfall. Umfang der Schäden, Kosten und Dauer der Reparatur sind bisher nicht abzusehen, heißt es bei den Behörden.

Gemeinschaftsprojekt von Staat und Privatwirtschaft

Bilfinger-Berger-Chef Herbert Quelle: dpa
Bilfinger-Berger-Chef Herbert Bodner Quelle: dpa

Das Desaster wirft aber nicht nur einen Schatten auf den Baukonzern, sondern auch auf das bisher größte Gemeinschaftsprojekt von öffentlicher Hand und Privatwirtschaft (Public Private Partnership) in der Bundesrepublik: Das Konsortium „A1-mobil“ finanziert den Ausbau der 73 Kilometer langen Strecke sowie deren Betrieb und Erhaltung. Wesentlich beteiligt sind der internationale Baukonzern Bilfinger Berger und die Bunte-Gruppe (Papenburg).

An seiner Prognose hält Bilfinger Berger trotz der jüngsten Schlagzeilen fest. Im laufenden Jahr peilt der MDax-Konzern eine Zunahme der Leistung sowie eine überproportionale Steigerung des Betriebsergebnisses EBIT) und des Gewinns an. „Wir blicken mit Zuversicht auf das kommende Geschäftsjahr“, sagte Unternehmenschef Herbert Bodner bei der Bilanz-Vorlage.

Der Baukonzern will mittelfristig deutlich rentabler werden und mit dem weiteren Ausbau der Dienstleistungen sowie der schrittweisen Reduzierung des Baugeschäfts seine Ertragskraft nachhaltig verbessern. Ein wichtiger Baustein sei dabei der eingeleitete Verkaufsprozess für das Australiengeschäft.

Im vergangenen Jahr stieg der Auftragseingang um acht Prozent auf 11,1 Milliarden Euro und der Auftragsbestand um zehn Prozent auf 11,7 Milliarden Euro. Der Gewinn ging von 200 auf 140 Millionen Euro zurück, die Leistung um drei Prozent auf 10,4 Milliarden Euro. Weltweit arbeiten für Bilfinger rund 67.000 Menschen.

Bauzeit verzögert sich nicht

U-Bahnbaustelle von Bilfinger Quelle: dpa
U-Bahnbaustelle von Bilfinger Berger in Düsseldorf Quelle: dpa

Für die staugeplagten Autofahrer zwischen Hamburg und Bremen - täglich rollen 70.000 Fahrzeuge über die A1, rund ein Viertel davon sind Lastwagen - gibt es indes auch ein positive Nachricht. Die Bauzeit bis Ende 2012 werde sich nicht verzögern, heißt es. Nach Medienberichten soll im April ein Gutachten vorgelegt werden. Auf das Ergebnis ist auch die Landesregierung in Hannover gespannt. „Es ist Aufgabe des Konsortiums, wie es zum Ziel kommt. Die Verantwortung trägt „A1-mobil““, sagte Heike Haltermann von der Landesstraßenbaubehörde.

12 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 15.03.2010, 12:04 UhrAnonymer Benutzer: ks

    deutschland lebt nur noch von seinem guten ruf. wir unterscheiden uns kaum noch von unseren eu-mitgliedsstaaten. korruption, lügen und profit-das isz die devise.

  • 14.03.2010, 22:33 UhrAnonymer Benutzer: Fritz

    Wir müssen uns schnellstmöglich vom sogenannten
    "Deutschlandbild" verabschieden. Wa war, das kommt nicht
    wieder...
    Ein bißchen mehr "Griechisch" würde auch uns gut tun.
    Für Eselskarren reicht die A1 allemal. Wo also ist das Problem?

  • 14.03.2010, 08:54 UhrAnonymer Benutzer: Bunte

    Da werden einfach ein paar Kontrolleure geschmiert, so ist das Leben.

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