Baubranche: Hochtief und Bilfinger Berger trotzen der Krise

Baubranche: Hochtief und Bilfinger Berger trotzen der Krise

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Bilfinger Berger - die Baubranche trotzt der Krise

Die deutschen Bauriesen können sich der Krise entziehen. Bei Bilfinger Berger legten Aufträge und Gewinn seit Jahresanfang um etwa ein Viertel zu. Durch die Konjunkturpakete versprechen sich die Unternehmen weitere Aufträge.

Die beiden deutschen Bauriesen Hochtief und Bilfinger Berger wollen dank florierender Dienstleistungsgeschäfte und staatlicher Konjunkturprogramme ohne größere Turbulenzen durch die Wirtschaftskrise kommen. Deutschlands zweitgrößter Baukonzern Bilfinger Berger startete mit einem Gewinnzuwachs und einem dicken Auftragspolster ins Jahr.

Wie Branchenprimus Hochtief bekräftigte auch Bilfinger die Jahresprognose, die in beiden Fällen einen Gewinn auf dem Niveau von 2008 vorsieht. „Im Dienstleistungsgeschäft setzt sich die positive Entwicklung fort, das Baugeschäft zeigte sich insgesamt stabil“, sagte Bilfinger-Vorstandschef Herbert Bodner am Donnerstag auf der Hauptversammlung.

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Steigende Dividenden bei Hochtief und Bilfinger Berger

Er bekräftigte, dass das operative und das Nettoergebnis mindestens das Niveau des Vorjahres erreichen sollen. In den ersten drei Monaten legte das Konzernergebnis um 28 Prozent auf 23 Millionen Euro zu. Der Auftragseingang schnellte um 22 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro nach oben. „Alles in allem ein guter Start“, schrieb DZ-Bank-Analyst Marc Nettelbeck in einem Kommentar.

Die im MDax gelisteten Bilfinger-Aktien lagen mehr als vier Prozent im Plus bei 38,77 Euro. Die Titel des Marktführers Hochtief stiegen knapp zwei Prozent auf 39,96 Euro. Die Aktionäre beider Konzerne können sich zudem über höhere Dividenden freuen. Bei Bilfinger streichen sie 2,00 (1,80) Euro pro Aktie ein, bei Hochtief sind es 1,40 (1,30) Euro. Die höhere Dividende sei auch ein Zeichen der Zuversicht hinsichtlich der künftigen Geschäftsentwicklung, sagte Hochtief- Chef Herbert Lütkestratkötter bei der Hauptversammlung in Essen.

Hochtief will Rekordergebnis wiederholen

Vorsteuerergebnis und Konzerngewinn sollen bei dem Essener Bauriesen auch 2009 auf ähnlicher Höhe liegen wie im Rekordjahr 2008, bekräftigte Konzernchef Herbert Lütkestratkötter am Donnerstag auf der Hauptversammlung des Konzerns in Essen.

Im deutschen Baugeschäft, lange Zeit Sorgenkind des Konzerns, habe Hochtief zu Jahresbeginn Gewinne geschrieben. Hochtief hatte 2008 den Gewinn dank eines florierenden Auslandsgeschäfts um gut 24 Prozent auf 175 Millionen Euro gesteigert.

„Trotz der Turbulenzen auf den Finanzmärkten und in der gesamten Weltwirtschaft waren und sind wir erfolgreich“, bilanzierte Lütkestratkötter. Die Krise lasse es aber „nicht zu, neue Rekordwerte zu versprechen“, gestand er ein.

Beide Konzerne setzen auf eine Ausweitung ihres Dienstleistungsgeschäfts und wollen sich damit vom stark konjunkturabhängigen klassischen Baugeschäft abkoppeln. Sie verfügen über dicke Auftragspolster, die sie über lange Zeit auslasten.

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