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BayernLB: Das Netz der Hypo-Alpe-Investoren

von Cornelius Welp

Unter den Investoren, die über den Vermögensverwalter Tilo Berlin bei der Hypo Group Alpe Adria einstiegen und bei deren Verkauf durch die BayernLB viel Geld verdienten, sind auch bekannte Deutsche.

Der deutsche Investor und Quelle: AP
Der deutsche Investor und damalige Vorstandsvorsitzende Tilo Berlin vor der Zentrale der Hypo Group Alpe Adria Quelle: AP

Lange ist über die Namen der privaten Investoren gerätselt worden, die dem Vermögensverwalter Tilo Berlin den Einstieg bei der Kärntner Hypo Group Alpe Adria mit finanzierten und nur wenige Monate später durch den Verkauf der Anteile an die Bayern LB eine traumhafte Rendite erzielten. Seit gestern herrscht Klarheit. 46 Namen stehen auf der Liste, die das österreichische Nachrichtenmagazin Profil veröffentlichte. Die bekanntesten deutschen Namen sind der ehemalige Nestlé-Chef Helmut Maucher, die Flick-Witwe Ingrid, der Schwarkopf-Erbe Oliver und der ehemalige Bahn-Chef Heinz Dürr.

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Lauter erste Adressen

Somit hat sich bestätigt, was eigentlich längst klar war. Zu den Investoren zählen erste Adressen aus Deutschland und Österreich. Das Netzwerk von Tilo Berlin ist also beeindruckend gewesen. Weitere Konsequenzen hat die Veröffentlichung erst einmal nicht. Mit Konsequenzen müssten die Anleger nur rechnen, wenn sie bereits vorher vom möglichen Verkauf an die BayernLB zu einem deutlich höheren Preis gewusst hätten. Dafür gibt es keine Indizien So gibt es auch keine Grundlage dafür, die Gewinne eventuell zurück zu fordern.

Klar ist mit der Veröffentlichung auch nicht, wer alles an dem Deal verdient hat. Der größte Teil der Mittel ist über institutionelle Investoren wie den Cheyne Special Situations Fund, Ferint und die Hardt Group, zu der die Private-Equity-Firma Kingsbridge gehört, geflossen. Welche Anleger hier investiert haben, ist nicht bekannt.

Viele Fragezeichen

Die wichtigsten Fragen bleiben weiter ungeklärt. Warum zahlte die Bayern LB einen deutlich höheren Preis, obwohl die Skandalchronik der HGAA bekannt war? Warum wurden die Verhandlungen ungewöhnlich schnell durchgezogen? Warum hat die BayernLB schriftliche Nachverhandlungen des Kaufpreises ausgeschlossen und sämtliche Risiken für Altlasten übernommen? Die können auch die privaten Investoren nicht beantworten.

6 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 17.01.2010, 12:00 UhrSchadenersatz

    @Unwahrheiten. Danke für die Klarstellung, könnte sonst ein unangehmenes Gsch'mäckle entstehen.
    Apropos Storyline. Mir ist aufgefallen, dass das bisher grösste, bekannte Lb-Desaster mit mindestens 80 Mrd Miesen, genauso wie der verfrühte Karnevalsauftakt der iKb Rettung mit 10 Mrd Flüssigem im Sommer 07 alle aus derselben Hütte stammen. Zusammen mit der Mär von der unabwendbaren Systemrelevanz und der bösen bänker aus Übersee mit ihren noch böseren Shorties und der schwedischen Lösung für die bad banks, nein nicht der Gardinen.
    Und das alles unter den (weitsichitigen?) Argusaugen der Wirtschaftswoche und der nahen Oberethiker von der Governance.
    Zum Glück kann man bei der Wiwo die Storyline ergänzen.

  • 17.01.2010, 09:20 Uhrbesserwessi

    Müsste es in der Überschrift nicht heißen: "an die bayernLb" ?
    (Und nicht "durch".)

  • 16.01.2010, 20:49 UhrUnwahrheiten

    Pardon. beide natürlich.

    Und ich verwette meinen Schlüpfer, dass die Nord Lb auch noch hoch geht.

    Also schön Deckel draufhalten, falls die stagnierenden Aktienkurse nochmal kollabieren, könnt ihr die eigene Unfähigkeit vielleicht wieder den bösen bänkern in Übersee in die Schuhe schieben.

    Ne gute Storyline ist doch durch nichts zu ersetzen.

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