Beiersdorf: Niveas klebriger Helfer

Beiersdorf: Niveas klebriger Helfer

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Beiersdorf-Konzernzentrale in Hamburg

von Mario Brück

Für die Marke Nivea lief es im ersten Halbjahr wenig geschmeidig. Warum Beiersdorf trotzdem zuversichtlich auf das Gesamtjahr blicken kann.

Wie gut, wenn ein Unternehmen eine starke Markenfamilie hat. Ein starkes Wachstum der Klebstoffsparte Tesa hat im ersten Halbjahr wesentlich zum Umsatzplus des Hamburger Nivea-Herstellers Beiersdorf beigetragen.

Tesa erzielte im ersten Halbjahr 2011 ein Umsatzplus von fast zehn Prozent. Vor allem die Industrieklebstoffe profitierten vom nachhaltigen Boom in der Automobil- und Elektroindustrie, wo aus Kosten- und Gewichtsgründen immer mehr geklebt statt gelötet oder geschraubt wird. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) zeigt jedoch, das das industrielle Klebstoffgeschäft unter Preis- und Wettbewerbsdruck gelitten hat. Das Ebit sank von 58 auf 56 Millionen Euro, die entsprechende Rendite von 13,5 auf 12,1 Prozent. 

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Geburtstagsbonus zog noch nicht

Nicht ganz so dynamisch entwickelte sich der Konzernbereich Consumer, der in erster Linie von Nivea-Produkten gespeist wird. Die Sparte konnte ihren Umsatz von Januar bis Juni lediglich um 1,3 Prozent steigern. Die entsprechende Ebit-Rendite lag bei 12,1 Prozent, nach 13,5 Prozent im Vorjahr. Vor allem die Werbekampagnen zum 100. Geburtstag der Marke Nivea dürften zu einer Verbesserung der Einnahmen beigetragen haben. Allerdings begannen die Aktionen rund um den runden Marken-Geburtstag erst Mitte Mai.

Wachstum soll Sortimentsbereinigung ausgleichen

Der Umbau der Nivea-Sparte hatte schon im ersten Quartal deutliche Spuren hinterlassen. Beiersdorf hatte sich von unrentablen kleineren Marken und von der Nivea-Kosmetiklinie Beaute getrennt und angekündigt, sich fortan auf die Kernkompetenz Hautpflege konzentrieren zu wollen. Zudem hatten Wettbewerber wie Procter & Gamble, L’Oreal und Henkel-Schwarzkopf  mit zahlreichen Innovationen dem von der Hamburger Maxingvest kontrollierten Traditionsunternehmen Umsatz abgejagt. Maxingvest gehört der Milliardärsfamilie Herz, die auch den Kaffeekonzern Tchibo kontrolliert.

Den Ausblick für 2011 bestätigte und konkretisierte Beiersdorf – Chef Thomas-B. Quaas. Die operative Ebit-Rendite sieht Quaas jetzt zwischen zehn und elf Prozent, die Rendite nach Steuern zwischen sieben und acht Prozent. Bisher hatte der Vorstandsvorsitzende lediglich Werte unterhalb des Vorjahres angekündigt, ohne sie genauer zu benennen. Die operative Ebit-Rendite hatte im vergangenen Jahr bei 12,5 Prozent gelegen, die Nachsteuerrendite bei 7,6 Prozent.  Für den Konzern wird ein leichtes Umsatzwachstum erwartet. Dabei soll das Wachstum in der Consumer-Sparte die Effekte der Sortimentsbereinigung in etwa ausgleichen.

Insgesamt blickt Beiersdorf damit ein wenig optimistischer auf das Gesamtjahr.

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