Benediktaner: Führungsregeln: Klug und anspruchsvoll

Benediktaner: Führungsregeln: Klug und anspruchsvoll

Bild vergrößern

Geist und Geistlichkeit: Himmel auf Erden für Bibliophile

Die Regeln des Benedikt von Nursia fordern weit mehr als „Ora et labora“ – bei dem meistens das „et lege“ fehlt. Denn Zeit, Kluges zu lesen, war für den Ordensgründer so wertvoll wie Arbeit und Gebet.

Auch für die Arbeit des Cellerars, des wirtschaftlich verantwortlichen Mönches eines Klosters, hatte Benedikt (geboren um 480, gestorben um 547) klare Vorstellungen. Heute kann auch ein weltlicher Mitarbeiter diese Stelle einnehmen, so er die Regula Benedicti aus Überzeugung lebt.

Führen kann nur, wer sich selbst führen kann Was treibt mich an? Nur wer seine Dämonen kennt, mit seinen Bedürfnissen und Leidenschaften zurechtkommt, der kann Menschen zu ihrem Nutzen und dem der Gemeinschaft führen – und instrumentalisiert sie nicht zur Befriedigung seiner eigenen Bedürfnisse. Das setzt auch Demut voraus, nämlich sich seiner eigenen Menschlichkeit und Fehler bewusst zu werden, statt andere kleinzuhalten, um sich selbst zu erhöhen. Ebenso wichtig ist die Gerechtigkeit: Der Cellerar muss seine Entscheidungen von eigenen Vorurteilen lösen und für seine Mönche unbestechlich sein – sie werden ihm sonst nicht folgen.

Anzeige

Auf die eigene Seele achten Der Cellerar soll auf sich selbst im gleichen Maße achtgeben wie auf die ihm Anvertrauten. Dazu steht ihm immer wieder Zeit zum Rückzug zu. Nur wenn er seinen Sehnsüchten und Ängsten Raum gibt und Lösungen sucht, wird er die Seele anderer erreichen. Kann er die Menschen nicht wirklich berühren, bleibt ihm nur der Lohn als Motivation.

Führen bedeutet dienen Der Cellerar soll sich die Gedankenarbeit machen, Leben in anderen Menschen zu wecken und vorleben, was er von ihnen erwartet. Das setzt die ehrliche Wertschätzung des anderen voraus, selbst wenn der eine Plage ist. Eines ist aber ebenso wichtig: Der Cellerar muss sich abgrenzen können, sonst zerreißt es ihn.

Der Umgang mit Geld Der Cellerar soll achtsam, aber durchaus gewinnorientiert mit Geld umgehen, weder geizig noch gierig sein. Er soll es nicht fürs Kloster horten, sondern es in den Dienst der Menschen stellen.

Das Ziel des Führens Nicht das jetzt prosperierende Kloster ist sein Ziel aller Anstrengungen. Der Cellerar muss eine Vision haben, wo es in Zukunft stehen soll und wie der Erfolg des Klosters auch künftig der Gemeinschaft außerhalb seiner Mauern nutzen kann.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%