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Berlin: Letzter Flug ab Tempelhof: Lars Jacobs schreibt Geschichte

Lars Jacobs, 42, schreibt heute Abend um Punkt 21.50 Uhr Geschichte. Dann hebt der Kapitän der Cirrus Airlines mit einer zweimotorigen Dornier 328 vom Flughafen Berlin-Tempelhof ab. Es ist der letzte reguläre Linienflug, der von dort startet. Berlins ältester Flughafen wird geschlossen.

Lars Jacobs
Lars Jacobs
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Bereits 1909 zeigte Luftfahrtpionier Orville Wright hier Flugvorführen, 1923 erhielt Tempelhof die erste Konzession und 1936 entstand das bisher noch genutzte Flughafengebäude – mit einer Bruttogeschossfläche von 284.000 Quadratmetern das größte der Welt. Berühmt wurde Tempelhof durch die Luftbrücke, über die Berlin 1948 und 1949 mit Lebensmitteln versorgt wurde.

Seit den Neunzigerjahren fliegen die Airlines eher Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld an. Tempelhof rutschte unter den deutschen Airports auf Platz 22 und verzeichnete zuletzt ein jährliches Defizit von zehn bis 15 Millionen Euro. Was aus Tempelhof wird, ist noch nicht entschieden.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 31.10.2008, 14:42 UhrAnonymer Benutzer: Mathew

    ich möchte mich dem vorherigen Kommentar anschliessen - ganz genau so ist es, da hat Party-Wowi eine absolut schwachsinnige Entscheidung getroffen. Jeder der den Flughafen Tempelhof kennt und sich mit dem Thema etwas mehr auseinander gesetzt hat, wird nicht nur traurig sein, sondern es überhaupt nicht verstehen, dass dieses geschehen musste!!!Man müsste ihn dafür absetzen bzw. den "schönen, neuen" Flughafen müsste er aus seiner eigenen Tasche bezahlen!!!

  • 30.10.2008, 14:47 UhrAnonymer Benutzer: Bernd Gans

    Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es wirklich eine Schande, dass Herr Wowereit mit seinen roten und grünen Unterstützern eine verkehrspolitisch und wirtschaftlich unsinnige Entscheidung durchgesetzt hat. Die Vernichtung vorhandener und funktionsfähigerVerkehrsinfrasstruktur ist ein beispielloser Amtsmissbrauch, der leider nicht bestraft werden kann. Der berliner Steuerzahler wird nun für die Folgekosten durch die Nichtnutzung aufkommen müssen. Die Flugpassagiere werden sich noch jahrelang mit den unzulänglichen Verhältnissen in Tegel und Schönefeld herumschlagen müssen. Aber das interessiert die Partygesellschaft um den Regierenden nicht.

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