Berlinale: Die Stones rocken die Hauptstadt

Berlinale: Die Stones rocken die Hauptstadt

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Rolling Stones Charlie Watts, Ron Wood, Keith Richards, Mick Jagger und Regisseur Martin Scorsese posieren in Berlin für die Fotografen.

Es ist das erste Mal, dass ein Dokumentarfilm die Berlinale eröffnet. „Shine A Light“ heißt das Werk von Oscar-Gewinner Martin Scorsese, das die Rolling Stones in Aktion bei ihren Konzerten zeigt. Zur Weltpremiere sind die vier Bandmitglieder der Stones höchstpersönlich nach Berlin gereist.

Mick Jagger (64), Keith Richards (64), Charlie Watts (66) und Ron Wood (60) versetzten bereits Stunden vor dem offiziellen Berlinale-Start die Film- und Musikfans in Aufregung. „Ich habe versucht, mit dem Film so nah wie möglich an die echte Live-Konzert-Atmosphäre heranzukommen“, sagte Scorsese auf der Pressekonferenz zur Berlinale. „Es ist Martins Film, wir haben möglicherweise nur ein bisschen etwas zum Sound beigetragen“, fügte Richards scherzhaft hinzu.

Braungebrannt mit Schlapphut, dunklem Lidstrich und leicht fahrigen Bewegungen, meinte der Gitarrist weiter, er habe Wert darauf gelegt, die insgesamt 16 Kameras möglichst nicht zu sehen und zu spüren. „Das war wichtig für mich, ich habe einfach meine Show gemacht.“ Auch Schlagzeuger Watts liebt Kameras und Filmaufnahmen nicht besonders: „Ich hasse es, mich selbst auf der Leinwand zu sehen!“ „Die Musik der Stones inspiriert mich schon seit Jahren“, schwärmte US-Regisseur Scorsese, der die Songs der Rockmusiker in zahlreichen seiner Filmen eingesetzt hat. „Sie ist zeitlos für mich und sie schafft Bilder in meinem Inneren.“ 

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Am Donnerstag Abend wollten die Stones und Scorsese gemeinsam mit Festivaldirektor Dieter Kosslick in den Berlinale-Palast am Potsdamer Platz einziehen, um mit rund 2000 Gästen die Filmpremiere zu feiern. Für den außer Konkurrenz laufenden, 122 Minuten langen Dokumentarfilm hat Scorsese die Energie geladene, mitreißende Ausstrahlung der Stones bei zwei Konzerten im Beacon Theatre in New York eingefangen - aufgenommen im Oktober und November 2006. Dort traten die Musiker unter anderem anlässlich des 60. Geburtstags des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton auf. Daneben zeigt „Shine A Light“ auch einige seltene Archivaufnahmen unter anderem aus den Anfangsjahren der Künstler vor mehr als 40 Jahren.

In den Eingangsszenen ist zu sehen, wie der stets überaus korrekte und Detail versessene Scorsese fast einem Nervenzusammenbruch nahe ist, weil Jagger ihm immer noch nicht die Liste der auf dem Programm stehenden Songs gegeben hat und letzte Absprachen fehlen. Jagger dagegen wird als durchaus eigenwilliger Mann gezeigt, an dessen Mythos aber auch Scorsese nicht kratzt. Zu sehen ist auch, wie sich die Weltstars brav bei Clintons Familie und seinen Freunden vorstellen. Am 4. April startet „Shine A Light“ bundesweit in den Kinos.

Filme von und mit Musikern sind ein Schwerpunkt der diesjährigen Berlinale, die bis zum 17. Februar in den verschiedenen Festivalreihen fast 400 Regiearbeiten zeigt. Nach den Rolling Stones werden unter anderem Neil Young und Patti Smith Filme über ihr Leben und Werk vorstellen. Popstar Madonna kommt, um bei der Premiere ihres Regiedebüts „Filth and Wisdom“ (Schmutz und Weisheit) dabei zu sein. Im offiziellen Wettbewerb um den Goldenen Bären starten 21 Filme, darunter zwei Produktionen aus Deutschland. Doris Dörrie zeigt „Kirschblüten - Hanami“ mit Elmar Wepper und Hannelore Elsner. Der in München lebende Italiener Luigi Falorni ist mit dem Kindersoldaten-Film „Feuerherz“ vertreten. Hollywood schickt unter anderem Stars wie Penélope Cruz, Daniel Day-Lewis, Scarlett Johansson, Kristin Scott Thomas, Emily Watson, Willem Dafoe und Woody Harrelson.

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