Beschwerde: Deutsche Bahn: Vorwurf des Preisdumpings

Beschwerde: Deutsche Bahn: Vorwurf des Preisdumpings

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Auch die Deutsche Bahn mit den Organisatoren der Olympischen Spiele im Reich der Mitte

Die Deutsche Bahn muss in den nächsten Tagen mit Beschwerden von Wettbewerbern beim Bundeskartellamt und bei der EU-Kommission wegen möglichen Preisdumpings im Schienenpersonenregionalverkehr rechnen.

Grundlage der Vorwürfe ist das Testat der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers für das Geschäftsjahr 2007 der Deutschen Bahn, aus dem die WirtschaftsWoche in ihrer neusten Ausgabe Auszüge veröffentlicht. Danach habe die Bahn 2007 im Schienenregionalverkehr „zur Sicherung von Marktanteilen insbesondere im Rahmen von Ausschreibungen“, zitiert die WirtschaftsWoche PricewaterhouseCoopers, „bewusst… negative Ergebnisbeiträge in Kauf genommen“. Dies sei auch schon in früheren Jahren geschehen, allerdings nur bis zu einem bestimmten Toleranzwert, heißt es in dem Testat. Als tolerabel hat die Bahn Verluste bis zu fünf Prozent des Auftragsvolumens angesehen, berichtet die WirtschaftsWoche unter Bezug auf Bahn-interne Quellen. Dieser Toleranzwert für kalkulierte Verluste, schreibt PricewaterhouseCoopers laut WirtschaftsWoche, sei 2007 „überschritten“ worden.

Die von PricewaterhouseCoopers attestierten Preise unter Gestehungskosten sind eine Erklärung für die sogenannten Drohverlustrückstellungen in Höhe von rund 310 Millionen Euro, die Bahn-Finanzvorstand Diethelm Sack bei der Präsentation des Jahresabschlusses 2007 überraschend bekannt gegeben hatte. Offiziell begründete Sack die „bilanzpolitischen Maßnahmen“, wie die PricewaterhouseCoopers die Drohverlustrückstellungen in ihrem Testat bezeichnet, mit steigenden Personal- und Energiekosten.

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