Bespitzelung: Deutsche Post ließ Chef von Konkurrenzverband ausspähen

Bespitzelung: Deutsche Post ließ Chef von Konkurrenzverband ausspähen

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Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post, Klaus Zumwinkel

Die Deutsche Post hat Anfang dieses Jahrzehnts unter ihrem damaligen Vorstandsvorsitzenden Klaus Zumwinkel auch den Vorstandsvorsitzenden des Bundesverbandes Internationaler Express- und Kurierdienste (BIEK), Ralf Wojtek, ausspähen lassen.

Das meldet die WirtschaftsWoche in ihrer neuesten Ausgabe. Die Aktion stand in Zusammenhang mit einer groß angelegten Observierung führender Vertreter der heutigen Bundesnetzagentur im Auftrag der Post, die 2001 an die Öffentlichkeit kam.

Wojtek hatte als BIEK-Chef für Post-Konkurrenten wie den US-Paketriesen UPS mehrere Beschwerden bei der EU-Kommission eingereicht, die die Post bis heute Hunderte von Millionen Euro kosteten.

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Zumwinkel erklärte seinerzeit, die Bespitzelung von Vertretern der Bundesnetzagentur sei ohne sein Wissen vom damaligen Chef-Justiziar der Post angeordnet worden. Trotzdem entschuldigten er und sein damaliger Finanzvorstand Edgar Ernst sich persönlich bei einem der ausgespähten Netzagentur-Beamten.

In einem Brief vom 29. August 2001, der der WirtschaftsWoche vorliegt, bedauerten Zumwinkel und Ernst den Vorgang "außerordentlich" und betonten: "Wir entschuldigen uns dafür ".

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