Bespitzelungsskandal: Telekom hatte auch Zugriff auf Daten anderer Telefongesellschaften

Bespitzelungsskandal: Telekom hatte auch Zugriff auf Daten anderer Telefongesellschaften

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ARCHIV - Überwachungskameras vor der Zentrale der Deutschen Telekom in Bonn (Archivfoto vom 06.10.2008). Durch die Bespitzelung von Aufsichtsräten und Journalisten und den Diebstahl von 17 Millionen Handydaten ist das Vertrauen in das Unternehmen und das Image ruiniert. Es ist der bislang größte Skandal beim ehemaligen Staatsmonopolisten.

In der Spitzelaffäre der Deutschen Telekom sind neue pikante Details aufgetaucht: Die Konzernsicherheit konnte nicht nur auf die Verbindungsdaten der Telekom selbst zugreifen, sondern auch auf die aller anderen in Deutschland aktiven Telefongesellschaften und Mobilfunkbetreiber.

Das bestätigte Telekom-Sicherheitsbevollmächtigter Thomas Königshofen. Der Konzernsicherheit gehörte auch der Verdächtige an, den die Bonner Staatsanwaltschaft jetzt verhaftet hat.

In den von den Ermittlern untersuchten Jahren 2005 und 2006 hatte die Telekom Verbindungsdaten von mindestens 60 Personen erhoben und ausgewertet, darunter Aufsichtsräte, Betriebsräte, Telekom-Mitarbeiter und Journalisten. Damals war auch die Abteilung zu Bekämpfung von Telefonmissbrauch der Konzernsicherheit unterstellt. Deren Mitarbeiter saßen Tür an Tür mit Managern für interne Sicherheit und fahndeten nach Unregelmäßigkeiten im Telefonverkehr.

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Dafür kontrollierten sie die Verbindungsdaten, die nur für Verrechnungszwecke zwischen den konkurrierenden Telefongesellschaften erfasst werden. Ob die Mitarbeiter diese sensiblen Angaben der Internen Sicherheit weitergereicht haben, untersucht jetzt die Staatsanwaltschaft.

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