Best Innovator: Infineon: Lebenselexier Forschung

Best Innovator: Infineon: Lebenselexier Forschung

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Mitarbeiter des Chipherstellers Infineon.

Der Sieger der Best-Invator-Kategorie High-Tech ist der Chip-Hersteller Infineon.

Kaum eine Branche ist derart innovationsgetrieben wie die Halbleiterindustrie. „Innovation ist das, was unser Geschäft überhaupt am Leben erhält“, sagt Infineon-Vorstandschef Peter Bauer, „nur mit Innovationen können wir morgen noch Geld verdienen. Das ist unser Lebenselixier.“ Der Konzern entwickelt und produziert Chips, die zum Beispiel in Computern und Servern, in der Automobilindustrie und in Zügen, in Sicherheitssystemen oder in Energienetzen eingesetzt werden.

Um mit der rasanten Entwicklung Schritt zu halten, investierte Infineon, Best-Innovator-Sieger High Tech, 2010 nicht nur gut zehn Prozent des Umsatzes von 3,3 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Auch einen Wandel der Unternehmenskultur haben sich die Münchner verordnet. „Es war nicht ganz einfach, einen solchen Kulturwandel anzustoßen“, sagt Christoph Kutter, der Leiter Innovationsmanagement, Forschung & Entwicklung. „Dazu waren viele Trainings und Gespräche nötig.“

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Innovation Communities

Beim Top-Management beginnend wurden alle gut 26 000 Mitarbeiter in hauseigenen Seminaren auf den neuen Kurs eingeschworen. Eines der Ergebnisse: Innovationen werden vor allem durch Zeitmangel behindert. Infineon führte darum sechsmonate Sabbaticals ein, in denen sich Mitarbeiter ganz auf ihre Ideen konzentrieren können. Zu Beginn meldete sich kaum jemand: „Da war ein Bewusstseinswandel nötig“, sagt Kutter, „Fehler sind erlaubt, Experimente mit ungewissem Ergebnis sind wichtig, denn nur so kann Neues entstehen.“ 

Neu geschaffen wurden außerdem sogenannte Innovation Communities, in denen Experten aus allen Bereichen an neuen Ideen arbeiten. Manche dieser Gruppen treffen sich monatlich, andere nur jährlich, sie veranstalten Telefonkonferenzen und tauschen sich über gemeinsame Internetplattformen aus. „Wir nutzen die ganze Plattform der modernen Kommunikation“, sagt Kutter.

In neue Communities werden die jeweiligen Experten für das Thema entsandt, ein so genannter Facilitator organisiert die Zusammenarbeit, ein Mentor unterstützt die Forscher vom Management aus. Die Mitarbeit in einer solchen Gruppe ist freiwillig, die Communities sind basisdemokratisch organisiert. „Dadurch kommt eine Leidenschaft in das Thema, eine Ansteckungswelle“, sagt Kutter, „da gibt es keinen, der nicht mitzieht.“

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