Best Innovator: Qiagen: Vom Startup zur Spitze

Best Innovator: Qiagen: Vom Startup zur Spitze

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Qiagen-Logo unter einem Probenträger

Der Sieger unter den innovativsten Unternehmen Deutschlands steht fest. Das Biotech-Unternehmen Qiagen landet mit seinem umfassenden Angebot zum Umgang mit biologischen Proben auf Platz eins.

„Die Wachstumsstory von Qiagen beschreibt den Weg vom Start-up zum Weltmarktführer und hat die Best-Innovator-Jury besonders beeindruckt“, begründet Berater Engel die Entscheidung, das Biotech-Unternehmen zum Gesamtsieger zu küren. Gegründet 1984 von einem Wissenschaftlerteam der Düsseldorfer Universität, erzielte Qiagen 2010 mit 3600 Mitarbeitern einen Umsatz von 825 Millionen Euro. 

Das Unternehmen mit gut 35 Standorten weltweit hat mehr als 500 000 Kunden in der Kartei: Krankenhäuser und Labors, Pharma- und Biotech-Firmen, Universitäten und Forschungsinstitute sowie Ämter und Behörden, die human- oder veterinärmedizinische Tests durchführen oder Lebensmittel auf Verunreinigungen prüfen. Das Angebotsportfolio umfasst mehr als 500 Produkte zur Entnahme, Trennung, Reinigung, Stabilisierung, Lagerung und Auswertung biologischer Proben, die dafür notwendigen Instrumente sowie vollständige Test-Kits für Diagnostik und Forschung. 

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Wenn Labors auf Virusinfektionen wie HIV (Aids) testen, Ärzte aus Gewebeproben die Therapieverträglichkeit von Krebspatienten bestimmen oder Polizeibehörden an Tatorten genetische Spuren untersuchen – fast immer ist eine kleine blaue Box von Qiagen dabei. Sie enthält von einer Anleitung über die benötigten Chemikalien bis zu den erforderlichen Instrumenten alles, was man für den jeweiligen Test braucht. „Das ist wie bei einer Backmischung — da ist auch alles drin. Wir bieten damit die maximale Anwenderfreundlichkeit“, sagt Thomas Prasch, Innovationsmanager des Unternehmens. 

Sammelbecken für Ideen

Solche Erfindungen marktreif zu machen, kostet Geld. Elf Prozent der Umsätze fließen jedes Jahr in Forschung und Entwicklung, rund ein Fünftel der Qiagen-Truppe arbeitet in diesem Bereich. Das Unternehmen unterhält in Deutschland, der Schweiz, den USA, Großbritannien und China insgesamt acht Forschungsstandorte. 

Forschungsaufwand und Manpower sind das eine, „entscheidend für den Erfolg sind aber vor allem unsere Innovationskultur und der effiziente Produktentwicklungsprozess“, sagt Prasch. Bei der Entwicklung sind frühzeitig Kollegen aus Marketing und Produktion dabei, um zu verhindern, dass die Forscher am Markt vorbeitüfteln. 

Den Rahmen setzt dabei eine so genannte Trend Roadmap, in die weltweite Markt- und Technologietrends einfließen. Ein unternehmensweites Ideenmanagementsystem sammelt die Geistesblitze der Belegschaft – seit 2006 mehr als 1000. Ein aus weltweit knapp 50 Mitarbeitern bestehendes Innovation Facilitator Netzwerk bestimmt, was davon realisiert wird. Wo es passt, werden auch mal kleinere Unternehmen dazugekauft, um deren Innovationen zu nutzen: „Übernahmen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Wachstumsstrategie“, sagt Innovationschef Prasch. 

Die Bilanz des ehemaligen Startups kann sich sehen lassen: Qiagen hält knapp 1000 Patente, etwa ebenso viele sind beantragt. Allein 2010 wurden daraus knapp 90 neue Produkte bis zur Marktreife entwickelt. Die Neuentwicklungen trugen zur Hälfte zum Umsatzwachstum von rund acht Prozent bei. 

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