Best Innovator: SMA: Mehr Strom vom Dach

Best Innovator: SMA: Mehr Strom vom Dach

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Mehr als 600 Ingenieure arbeiten bei SMA an Solartechnik.

Das Unternehmen SMA Solar Technology wurde Best-Innovator-Sieger in der Branche Erneuerbare Energien.

Einmal im Quartal ist bei SMA Solar Technology im nordhessischen Niestetal unweit von Kassel Jour fixe: Dann treffen sich ein Dutzend Führungskräfte aus Vertrieb, Marketing, Forschung und Entwicklung mit den für diese Bereiche zuständigen Vorständen für gut zwei Stunden zum Innovationsforum. Die dort diskutierten Ideen kommen von Mitarbeitern, aber auch von außen: von Hochschulen und Forschungseinrichtungen oder von Handwerksbetrieben, die Solaranlagen installieren. „Photovoltaik kann nur wettbewerbsfähig werden und weiter wachsen, wenn die Kosten für die Anlagen fortlaufend sinken“, sagt Günther Cramer, Ex-Vorstandssprecher und Gründer des im TecDax notierten Unternehmens, der kürzlich in den Aufsichtsrat wechselte. Sein Unternehmen wurde Best-Innovator-Sieger in der Erneuerbare-Energien-Branche.

Technische Laien kennen von Solaranlagen nur die bläulich schimmernden Glasflächen, die das Sonnenlicht einfangen und in Strom verwandeln – was ein Wechselrichter ist, wissen die wenigsten. Doch der unscheinbare Kasten mit seinen Mikroprozessoren ist Herz und Hirn jeder Solaranlage: Dort wird der Gleichstrom aus den Zellen in Wechselstrom umgewandelt. Mit einem Anteil von 40 Prozent ist SMA Weltmarktführer für dieses Bauteil. 

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Anwalt der Ideen

Die knallroten oder quietschgelben Blechkästen sorgen wegen ihres Rekord-Wirkungsgrades von 98,7 Prozent für eine hohe Energieausbeute. Der Wirkungsgrad gibt an, wie viel Prozent des gewonnenen Solarstroms ins Netz eingespeist werden. Um seinen technologischen Vorsprung zu halten, beschäftigt SMA mehr als 600 Ingenieure. Allein in diesem Jahr werden rund 100 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung investiert.

Für Carsten Gundlach ist das Tagesgeschäft: Der SMA-Innovationsmanager sieht sich „als Anwalt der Ideen“. Denn in einem so schnell wachsenden Unternehmen wie SMA – zwischen 2008 und 2010 verdreifachte sich der Umsatz auf 1,9 Milliarden Euro, die Zahl der Mitarbeiter stieg auf gut 5000 – haben es selbst gute Ideen nicht immer leicht, sich durchzusetzen. Gundlachs Aufgabe besteht darin, Innovationen zu verfolgen und voranzutreiben. 

„Bei SMA gibt es im Innovations- und Produktentwicklungsprozess ausgeklügelte Qualitätsschleusen“, sagt Gundlach. Erst wenn ein Zwischenschritt erfolgreich absolviert sei, gehe es weiter zur nächsten Entwicklungsphase bis zur Marktreife. Der Wechselrichter Sunny Tripower hat diesen Weg geschafft: „Mit seinem Wirkungsgrad von mehr als 98 Prozent ist es uns gelungen, die Systemkosten deutlich zu senken und die Installation erheblich zu vereinfachen“, freut sich SMA-Chef Cramer. Sein ehrgeiziges Ziel: Ausbau der Markt- und Technologieführerschaft und die Halbierung der Kosten bis 2015. Die Kunden spüren solche Bemühungen im Geldbeutel: Die Kosten für den mit Hilfe von SMA-Wechselrichtern erzeugten Strom sind seit 1990 von 1,10 Euro auf rund 30 Cent pro Watt gesunken. 

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