Best Innovator: Wacker Chemie: Stoff für Chips

Best Innovator: Wacker Chemie: Stoff für Chips

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Mitarbeiterin an einem Pilot-Fermenter der Wacker Chemie

Durch die stetige Weiterentwicklung von Innovationen konnte Wacker Chemie letztes Jahr 4,75 Milliarden Euro erwirtschaften und ist in diesem Jahr der Sieger der Chemie-Branche im Best-Innovator-Wettbewerb.

Um Fridolin Stary zum Schwärmen zu bringen, muss man ihn nur über Silizium erzählen lassen. „Das ist ein wahres Multitalent“, schwärmt der Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung beim Chemiekonzern Wacker in München. 

Das Halbmetall ist ein Schlüsselwerkstoff der IT- und Elektroindustrie – doch es kann viel mehr. Silizium-Verbindungen von Wacker, so genannte Silikone, stecken in völlig unterschiedlichen Produkten wie Auto-Zündkabeln, wasserfesten Pflastern oder schmutzabweisenden Fassaden. „Wir haben 3000 chemisch unterschiedliche Silikonprodukte im Portfolio“, sagt Stary, „für Automobilindustrie, Bauindustrie, Medizintechnik und viele andere.“ 

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4,75 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftete Wacker 2010 – 80 Prozent davon mit Silizium und Siliziumverbindungen, die die Wacker-Forscher erdacht haben. „Kein einziges Geschäft würde laufen, wenn wir es nicht permanent mit Innovationen vorantreiben würden“, sagt Stary. Wacker ist in diesem Jahr Best-Innovator-Sieger für die Chemie-Branche.

Intensive Forschung

Der Innovationsdruck ist extrem hoch. Beispiel monokristallines Silizium: In feinste Scheiben geschnitten, sind die so genannten Wafer Rohstoff für Computerchips, die dann in Handys und anderen Hightech-Produkten verbaut werden. Alle eineinhalb bis zwei Jahre kommt eine neue Chip-Generation auf den Markt, Wacker muss Schritt halten. „Wir folgen den Anforderungen der Chipproduzenten“, sagt Stary, „deren Vorgaben bei Qualität und Entwicklungsgeschwindigkeit sind ultimativ.“

Um mithalten zu können, zweigt Wacker jedes Jahr 3,5 Prozent vom Umsatz für Forschung ab – relativ viel für die Chemiebranche. Bei den Wacker-Forschern herrscht Arbeitsteilung: Die zentrale Forschung und Entwicklung konzentriert sich auf langfristige Entwicklungsprojekte, deren Kollegen aus den Bereichen um die Anpassung der Produkte an die jeweiligen Kundenwünsche. Bei jedem neuen Produkt werden frühzeitig Verfahrensspezialisten hinzugezogen, die die Produktion planen. Bei seiner Grundlagenforschung kooperiert Wacker weltweit mit 30 Hochschulen, alleine 20 Doktoranden promovieren derzeit am Stiftungslehrstuhl des Unternehmens an der TU München.

Wie wichtig vorausschauende Forschung ist, zeigt sich zum Beispiel bei sogenannten polykristallinen Siliziumverbindungen. Der Grundstoff für Solarzellen bringt heute ein Viertel des Wacker-Umsatzes. Stary: „Als das Solargeschäft anzog, hatten wir schon 50 Jahre Erfahrung mit Silizium. Das Know-How war da.“

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