Beste Unternehmensmarke: Google zeigt als Marke enorme Präsenz

Beste Unternehmensmarke: Google zeigt als Marke enorme Präsenz

von Peter Steinkirchner

Google wurde beste Unternehmensmarke beim Best-Brand-Ranking 2010.

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Google belegt den ersten Platz der besten Unternehmensmarken

Es geht einfach so extrem schnell: Wer jemals eine Suchanfrage in die Startzeile der Suchmaschine Google eingegeben hat und einen Wimpernschlag später mit einer Fülle von Treffern belohnt wurde, der weiß den Service zu schätzen.

Wer dann noch registriert, mit welchen weiteren Angeboten der US-Konzern die Internet-Nutzer weltweit umwirbt – vom Online-Bilderservice Google Earth über das Mobiltelefon Nexus und den Kartendienst Google Maps bis zum E-Mail-Dienst Gmail – der freut sich meist darüber, dass das meiste gratis ist. Zudem gewinnt er den Eindruck eines ungemein innovativen Unternehmens: Ständig kommt etwas Neues.

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Zwar wächst die Kritik an dem Suchgiganten. Immer mehr Menschen fragen sich, was Google mit den Daten anstellen kann, die das Unternehmen sammelt. Mitunter diffuse Überwachungsängste machen sich breit. Gleichzeitig wächst die Kritik am Geschäftsgebaren des Unternehmens aus Mountain View im US-Staat Kalifornien. Google müsse gegenüber Verlagen für mehr Transparenz sorgen, mahnt etwa der Vorstandschef von Hubert Burda Media, Paul-Bernhard Kallen: Wie kommen die Suchergebnisse zustande, wie werden die Werbeerlöse aufgeteilt? 

In Deutschland wird primär mit Google gesucht

Kallen warnt zudem vor Googles Dominanz: „Mit 90 Prozent Marktanteil allein in Deutschland ist der Konzern auf dem Weg zu einer Infrastrukturfirma.“ Und auch in der Politik mehren sich kritische Stimmen. So will Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner dagegen vorgehen, dass der US-Konzern ungefragt Straßen und Häuser für das Internet fotografiert. In der breiteren Öffentlichkeit jedoch hat das alles der Marke nicht spürbar geschadet – wer in Deutschland im Netz sucht, tut das primär über Google, rund drei Milliarden Suchanfragen kommen so im Monat zusammen. Serviceplan-Geschäftsführer Florian Haller: „Allein das sorgt für eine enorme Präsenz und Nähe zum Nutzer.“ Unterm Strich sei daher der Eindruck beim Konsumenten positiv. Logisch, dass Googles Nord- und Zentraleuropachef Philipp Schindler das auch so sieht: „Wir investieren viel in innovative Produkte, und unsere Kunden mögen das. Deswegen wachsen wir.“ 

97 Prozent des Netto-Gewinns durch Werbung

Und wie: Jüngst meldete der Suchmaschinenkonzern für 2009 bei einem Umsatz von knapp 24 Milliarden Dollar einen Nettogewinn von rund 6,5 Milliarden Dollar, ein Plus von 53 Prozent. Den größten Batzen davon – 97 Prozent – verdient Google mit Werbung, vor allem durch Anzeigen, die der Konzern passend zu den Stichworten der Suchabfrage neben den Treffern platziert.

Dieser Markt wird von Experten auf ein weltweites Volumen von bis zu 50 Milliarden Dollar pro Jahr geschätzt. So betrugen allein in Deutschland die Bruttowerbeumsätze im Internet 2009 trotz Krise 1,6 Milliarden Euro, fast zehn Prozent mehr als 2008. Größter Nutznießer der Entwicklung ist bisher Google. Denn selbst die ernsthaftesten Rivalen rangieren bisher unter „ferner liefen“. So schreibt Softwaregigant Microsoft im

Onlinegeschäft gar Verluste – und das, obwohl die täglich mit netten Bildchen aufgehübschte Suchmaschine Bing zunehmend Marktanteile gewinnt.

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