
Damit läutet der seit sechs Monaten amtierende E.On-Chef einen Strategiewechsel in der Russlandstrategie ein. Noch im Mai hatte Ruhrgas-Chef Burckhard Bergmann öffentlich sein Interesse bekräftigt, das Ruhrgas-Paket an Gazprom von derzeit 6,8 Prozent auf "8 bis 10 Prozent" auszuweiten. Nach der Übernahme der Ruhrgas durch E.On wurde die Beteiligungsstrategie überdacht. "Wir fühlen uns ganz komfortabel mit dem Gazprom-Paket und planen derzeit keine Veränderung", sagte E.On-Sprecher Peter Blau gegenüber Wiwo-Online. Ein Paket von 10 Prozent räumt der E.On-Tochter Ruhrgas nicht mehr Rechte im Gazprom-Aufsichtsrat ein, dem Bergmann als einziger Deutscher angehört. Weiter heisst es im Unternehmen, es solle "der staatliche Einfluss auf das Entwicklungspotential des Unternehmens Gazprom beobachtet" werden. Allerdings wollen E.On-Manager den Eindruck vermeiden, dass damit die Krise um den Ölkonzern Yukos und das schwindende Vertrauen des Westens auf die Rechtssicherheit in Rußland gemeint sei.























