
Waren das noch Zeiten. Im Januar 2000 verblüffte Holsten-Chef Andreas Rost die gesamte Branche und schnappte die Duisburger König-Brauerei dem dänischen Carlsberg-Konzern vor der Nase weg. Die erste große Übernahme in der deutschen Bierindustrie war perfekt – und Holsten über Nacht der größte Bierbrauer der Republik. "König von Deutschland" titelte das "Hamburger Abendblatt". "Unser erstes Ziel war immer, einen Marktanteil von mindestens zehn Prozent zu bekommen", sagte Rost stolz. "Und wenn man seine Ziele erreicht, muss man sich eben neue setzen." Welche das sein könnten, behielt er für sich. Nur so viel: "Für eine ausländische Gruppe ist Holsten sicher ein attraktiver Partner." Das sehen die Angesprochenen offenbar anders. Obwohl der Holsten-Großaktionär (35 Prozent) Christian Eisenbeiss als verkaufswillig gilt, machen internationale Großkonzerne einen großen Bogen um das Unternehmen. Die belgische Interbrew übernahm lieber Beck's und Diebels. Der holländische Brauriese Heineken stieg bei der Münchner Schörghuber-Gruppe (Paulaner) und vor zwei Wochen bei der Saarländer Karlsberg Brauerei ein – und ist seither der drittgrößte Bierproduzent im Land. Auch South African Breweries, lange als Interessent für Holsten gehandelt, entschied sich für ein lukrativeres Geschäft: Mit dem Kauf des US-Brauers Miller verschafften sich die Südafrikaner ein Standbein im margenstarken US-Markt. "Ausländische Konzerne interessieren sich für starke Marken und hohe Renditen", sagt Rudolf Böhlke, Bierexperte von Arthur Andersen. Für kopflastige Konglomerate wie Holsten eher nicht. Vor einem Scherbehaufen Konzernchef Rost steht vor den Scherben seiner Expansionsstrategie. Auf der Hauptversammlung am kommenden Mittwoch wird er seinen ohnehin nicht verwöhnten Aktionären den Ausfall ihrer Dividende und den Jahresverlust von knapp elf Millionen Euro erklären müssen. Selbst Mitarbeiter, die seit Jahrzehnten bei Holsten arbeiten, können sich nicht an ein so schlechtes Ergebnis erinnern. Anders als in früheren Jahren dürfte es Rost diesmal schwer fallen, das schlechte Ergebnis auf den nachlassenden Bierdurst der Deutschen oder das schlechte Wetter zu schieben. Unternehmenskenner bescheinigen dem Vorstand schwere Managementfehler: Statt das bundesweit bekannte König Pilsener zur hochpreisigen Spitzenmarke auszubauen, zogen die Hamburger Marketingstrategen den Preis nach unten. Die Folge war vorauszusehen: mehr Menge, weniger Gewinn. Parallel dazu versuchten sie weiter, Holsten Pilsener als bundesweite Topmarke zu positionieren – obwohl das Bier eher das Image einer Billigmarke hat. "Zwei bundesweite Marken im Fernsehen zu bewerben, konnten wir uns gar nicht leisten", so ein Holsten-Manager.

Waren das noch Zeiten. Im Januar 2000 verblüffte Holsten-Chef Andreas Rost die gesamte Branche und schnappte die Duisburger König-Brauerei dem dänischen Carlsberg-Konzern vor der Nase weg. Die erste große Übernahme in der deutschen Bierindustrie war perfekt – und Holsten über Nacht der größte Bierbrauer der Republik. "König von Deutschland" titelte das "Hamburger Abendblatt". "Unser erstes Ziel war immer, einen Marktanteil von mindestens zehn Prozent zu bekommen", sagte Rost stolz. "Und wenn man seine Ziele erreicht, muss man sich eben neue setzen." Welche das sein könnten, behielt er für sich. Nur so viel: "Für eine ausländische Gruppe ist Holsten sicher ein attraktiver Partner." Das sehen die Angesprochenen offenbar anders. Obwohl der Holsten-Großaktionär (35 Prozent) Christian Eisenbeiss als verkaufswillig gilt, machen internationale Großkonzerne einen großen Bogen um das Unternehmen. Die belgische Interbrew übernahm lieber Beck's und Diebels. Der holländische Brauriese Heineken stieg bei der Münchner Schörghuber-Gruppe (Paulaner) und vor zwei Wochen bei der Saarländer Karlsberg Brauerei ein – und ist seither der drittgrößte Bierproduzent im Land. Auch South African Breweries, lange als Interessent für Holsten gehandelt, entschied sich für ein lukrativeres Geschäft: Mit dem Kauf des US-Brauers Miller verschafften sich die Südafrikaner ein Standbein im margenstarken US-Markt. "Ausländische Konzerne interessieren sich für starke Marken und hohe Renditen", sagt Rudolf Böhlke, Bierexperte von Arthur Andersen. Für kopflastige Konglomerate wie Holsten eher nicht. Vor einem Scherbehaufen Konzernchef Rost steht vor den Scherben seiner Expansionsstrategie. Auf der Hauptversammlung am kommenden Mittwoch wird er seinen ohnehin nicht verwöhnten Aktionären den Ausfall ihrer Dividende und den Jahresverlust von knapp elf Millionen Euro erklären müssen. Selbst Mitarbeiter, die seit Jahrzehnten bei Holsten arbeiten, können sich nicht an ein so schlechtes Ergebnis erinnern. Anders als in früheren Jahren dürfte es Rost diesmal schwer fallen, das schlechte Ergebnis auf den nachlassenden Bierdurst der Deutschen oder das schlechte Wetter zu schieben. Unternehmenskenner bescheinigen dem Vorstand schwere Managementfehler: Statt das bundesweit bekannte König Pilsener zur hochpreisigen Spitzenmarke auszubauen, zogen die Hamburger Marketingstrategen den Preis nach unten. Die Folge war vorauszusehen: mehr Menge, weniger Gewinn. Parallel dazu versuchten sie weiter, Holsten Pilsener als bundesweite Topmarke zu positionieren – obwohl das Bier eher das Image einer Billigmarke hat. "Zwei bundesweite Marken im Fernsehen zu bewerben, konnten wir uns gar nicht leisten", so ein Holsten-Manager.

Waren das noch Zeiten. Im Januar 2000 verblüffte Holsten-Chef Andreas Rost die gesamte Branche und schnappte die Duisburger König-Brauerei dem dänischen Carlsberg-Konzern vor der Nase weg. Die erste große Übernahme in der deutschen Bierindustrie war perfekt – und Holsten über Nacht der größte Bierbrauer der Republik. "König von Deutschland" titelte das "Hamburger Abendblatt". "Unser erstes Ziel war immer, einen Marktanteil von mindestens zehn Prozent zu bekommen", sagte Rost stolz. "Und wenn man seine Ziele erreicht, muss man sich eben neue setzen." Welche das sein könnten, behielt er für sich. Nur so viel: "Für eine ausländische Gruppe ist Holsten sicher ein attraktiver Partner." Das sehen die Angesprochenen offenbar anders. Obwohl der Holsten-Großaktionär (35 Prozent) Christian Eisenbeiss als verkaufswillig gilt, machen internationale Großkonzerne einen großen Bogen um das Unternehmen. Die belgische Interbrew übernahm lieber Beck's und Diebels. Der holländische Brauriese Heineken stieg bei der Münchner Schörghuber-Gruppe (Paulaner) und vor zwei Wochen bei der Saarländer Karlsberg Brauerei ein – und ist seither der drittgrößte Bierproduzent im Land. Auch South African Breweries, lange als Interessent für Holsten gehandelt, entschied sich für ein lukrativeres Geschäft: Mit dem Kauf des US-Brauers Miller verschafften sich die Südafrikaner ein Standbein im margenstarken US-Markt. "Ausländische Konzerne interessieren sich für starke Marken und hohe Renditen", sagt Rudolf Böhlke, Bierexperte von Arthur Andersen. Für kopflastige Konglomerate wie Holsten eher nicht. Vor einem Scherbehaufen Konzernchef Rost steht vor den Scherben seiner Expansionsstrategie. Auf der Hauptversammlung am kommenden Mittwoch wird er seinen ohnehin nicht verwöhnten Aktionären den Ausfall ihrer Dividende und den Jahresverlust von knapp elf Millionen Euro erklären müssen. Selbst Mitarbeiter, die seit Jahrzehnten bei Holsten arbeiten, können sich nicht an ein so schlechtes Ergebnis erinnern. Anders als in früheren Jahren dürfte es Rost diesmal schwer fallen, das schlechte Ergebnis auf den nachlassenden Bierdurst der Deutschen oder das schlechte Wetter zu schieben. Unternehmenskenner bescheinigen dem Vorstand schwere Managementfehler: Statt das bundesweit bekannte König Pilsener zur hochpreisigen Spitzenmarke auszubauen, zogen die Hamburger Marketingstrategen den Preis nach unten. Die Folge war vorauszusehen: mehr Menge, weniger Gewinn. Parallel dazu versuchten sie weiter, Holsten Pilsener als bundesweite Topmarke zu positionieren – obwohl das Bier eher das Image einer Billigmarke hat. "Zwei bundesweite Marken im Fernsehen zu bewerben, konnten wir uns gar nicht leisten", so ein Holsten-Manager.

Waren das noch Zeiten. Im Januar 2000 verblüffte Holsten-Chef Andreas Rost die gesamte Branche und schnappte die Duisburger König-Brauerei dem dänischen Carlsberg-Konzern vor der Nase weg. Die erste große Übernahme in der deutschen Bierindustrie war perfekt – und Holsten über Nacht der größte Bierbrauer der Republik. "König von Deutschland" titelte das "Hamburger Abendblatt". "Unser erstes Ziel war immer, einen Marktanteil von mindestens zehn Prozent zu bekommen", sagte Rost stolz. "Und wenn man seine Ziele erreicht, muss man sich eben neue setzen." Welche das sein könnten, behielt er für sich. Nur so viel: "Für eine ausländische Gruppe ist Holsten sicher ein attraktiver Partner." Das sehen die Angesprochenen offenbar anders. Obwohl der Holsten-Großaktionär (35 Prozent) Christian Eisenbeiss als verkaufswillig gilt, machen internationale Großkonzerne einen großen Bogen um das Unternehmen. Die belgische Interbrew übernahm lieber Beck's und Diebels. Der holländische Brauriese Heineken stieg bei der Münchner Schörghuber-Gruppe (Paulaner) und vor zwei Wochen bei der Saarländer Karlsberg Brauerei ein – und ist seither der drittgrößte Bierproduzent im Land. Auch South African Breweries, lange als Interessent für Holsten gehandelt, entschied sich für ein lukrativeres Geschäft: Mit dem Kauf des US-Brauers Miller verschafften sich die Südafrikaner ein Standbein im margenstarken US-Markt. "Ausländische Konzerne interessieren sich für starke Marken und hohe Renditen", sagt Rudolf Böhlke, Bierexperte von Arthur Andersen. Für kopflastige Konglomerate wie Holsten eher nicht. Vor einem Scherbehaufen Konzernchef Rost steht vor den Scherben seiner Expansionsstrategie. Auf der Hauptversammlung am kommenden Mittwoch wird er seinen ohnehin nicht verwöhnten Aktionären den Ausfall ihrer Dividende und den Jahresverlust von knapp elf Millionen Euro erklären müssen. Selbst Mitarbeiter, die seit Jahrzehnten bei Holsten arbeiten, können sich nicht an ein so schlechtes Ergebnis erinnern. Anders als in früheren Jahren dürfte es Rost diesmal schwer fallen, das schlechte Ergebnis auf den nachlassenden Bierdurst der Deutschen oder das schlechte Wetter zu schieben. Unternehmenskenner bescheinigen dem Vorstand schwere Managementfehler: Statt das bundesweit bekannte König Pilsener zur hochpreisigen Spitzenmarke auszubauen, zogen die Hamburger Marketingstrategen den Preis nach unten. Die Folge war vorauszusehen: mehr Menge, weniger Gewinn. Parallel dazu versuchten sie weiter, Holsten Pilsener als bundesweite Topmarke zu positionieren – obwohl das Bier eher das Image einer Billigmarke hat. "Zwei bundesweite Marken im Fernsehen zu bewerben, konnten wir uns gar nicht leisten", so ein Holsten-Manager.





















