Bilanz: Hugo Boss hat Angst vor schwächerer Konjunktur

Bilanz: Hugo Boss hat Angst vor schwächerer Konjunktur

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Joachim Reinhardt (M.), Finanzvorstand der Hugo Boss AG, Andre Mäder, Vorstand für Einzelhandel, Lizenzen und die Marke Hugo, und Hans Fluri, Vorstand für Einkauf, Produktion und Logistik

Der Modehersteller Hugo Boss zollt der schwächeren Konjunktur allmählich Tribut, peilt aber 2008 trotzdem Rekorde bei Umsatz und Gewinn an.

Der Markt gehobener Mode biete weiterhin Wachstumschancen, sagte Finanzvorstand Joachim Reinhardt heute im schwäbischen Metzingen. „Das Marktumfeld ist aber ist schwieriger geworden.“ Das Geschäft in den USA laufe trotz der Hypothekenkrise weiter exzellent, andere Märkte seien jedoch von Rezession bedroht. Daher backt der vom Finanzinvestor Permira kontrollierte Modekonzern in diesem Jahr kleinere Brötchen und rechnet nur noch mit einem um Wechselkurseffekte bereinigten Umsatzwachstum von sechs bis acht Prozent. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) soll mit acht bis zehn Prozent etwas schneller zulegen.

Im vergangenen Jahr hatte Hugo Boss den Umsatz um neun Prozent auf 1,63 Milliarden Euro gesteigert, das operative Ergebnis hatte um 19 Prozent auf 220 Millionen Euro zugelegt. Mit höheren Investitionen in die Logistik und das eigene Ladennetz werde die Rendite weiter verbessert, versprach der nach dem Abgang von Vorstandschef Bruno Sälzer auf drei Manager geschrumpfte Vorstand.

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Um eine Sonderdividende und das Wachstum in Europa, Asien und Nordamerika zu finanzieren, muss der mit Herrenmode groß gewordene Konzern seine Verschuldung auf 500 bis 600 Millionen Euro erhöhen. Ende 2007 stand Hugo Boss mit gut 200 Millionen Euro in der Kreide und hatte damit nach Reinhardts Worten zu viel Eigenkapital an Bord. Deshalb schüttet an die Anteilseigner aus dem Rücklagen eine Sonderdividende von fünf Euro je Papier aus - wovon vor allem Permira profitiert.

Mit den Banken hat der schwäbische Modehersteller zugleich einen fünfjährigen Kreditrahmen über 750 Millionen Euro vereinbart. Dieser kann für den bereits seit längerem geplanten Erwerb einer Modemarke aufgestockt werden. Der Kaufpreis solle eine halbe Milliarde Euro nicht überschreiten, um die Eingliederung in die drei Sparten Herren- und Damenmode sowie Schuhe und Accessoires zu erleichtern.

„Wir haben keine großen Integrationserfahrungen“, räumte der Finanzvorstand ein. Für weitere Sonderdividenden gebe es keinen Spielraum, da mit den Banken ein Mindesteigenkapital vereinbart worden sei. Vor dem starken Wechselkurs des Euro zu Dollar, Pfund und Yen ist dem seit 2006 amtierenden Finanzmanager nicht bange. Hugo Boss kaufe viele Rohstoffe in Asien mit Dollar ein und sei daher beim Ergebnis kaum von Wechselkursschwankungen betroffen.

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