Fondsmanager bestätigten dies. Der Marktführer werde seine Offerte wohl aber aufstocken müssen, sagte ein Fondsexperte. Mittal will 18,6 Milliarden Euro vor allem in eigenen Aktien für Arcelor zahlen. Auf Fragen nach einer möglichen Erhöhung des Angebots antwortete Mittal am Mittwoch allerdings mit einem klaren „Nein“. Arcelor wird nach Einschätzung von Analysten am Donnerstag einen Ergebniszuwachs bekannt geben und sich damit gegen den allgemeinen Branchentrend stemmen. Im Durchschnitt rechnen sie mit einem Gewinnplus auf 3,04 Milliarden Euro nach 2,3 Milliarden ein Jahr zuvor. Auch der Umsatz soll kräftig um knapp zwei Milliarden Euro zulegen. „In Anbetracht der Übernahmeofferte von Mittal werden die Zahlen voraussichtlich aber noch über den Erwartungen liegen“, erwarten Branchenbeobachter. Der Industriezweig profitiert weiter von den immer noch hohen Stahlpreisen, allerdings machen die steigenden Kosten vor allem für Eisenerz und Energie den Unternehmen zu schaffen. Mittal bekam dies zu spüren. So sank der Gewinn des Arcelor-Rivalen im vergangenen Jahr bei einem deutlich höheren Umsatz von 4,7 Milliarden Dollar auf 3,4 Milliarden Dollar (2,83 Mrd Euro). Nach Ansicht von Lakshmi Mittal untermauert das Ergebnis dennoch die Übernahmeambitionen: „Die Stahlmärkte brauchen starke, wachsende Unternehmen, die weltweit tätig sein können“, sagt er.
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