Billigflieger: O´Leary: Ryanair erhöht Gewinn bis 2012 auf 900 Mio. Euro

Billigflieger: O´Leary: Ryanair erhöht Gewinn bis 2012 auf 900 Mio. Euro

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Flugzeuge von Ryanair am Flughafen Dublin

Trotz der hohen Kerosinpreise, Auslastungsprobleme auf einigen Strecken und dem Verlust im ersten Quartal geht Ryanair-Chef Michael O´Leary fest davon aus, dass die Fluggesellschaft schon im nächsten Jahr wieder profitabel arbeitet.

Trotz der hohen Kerosinpreise, Auslastungsproblemen auf einigen Strecken und dem Verlust im ersten Quartal geht Ryanair-Chef Michael O’Leary fest davon aus, dass die Fluggesellschaft schon im kommenden Geschäftsjahr wieder profitabel arbeitet. Bis zum Jahr 2012 Jahren werde Ryanair den Gewinn sogar auf fast eine Milliarde Euro steigern, kündigte O’Leary im Gespräch mit der WirtschaftsWoche an.

„Unser Quartalsverlust stammt aus Einmaleffekten wie der Wertberichtigung auf unseren Anteil an der irischen Fluggesellschaft Aer Lingus. Wir wachsen und verdienen operativ Geld.“ Keineswegs stehe fest, dass Ryanair einen Jahresverlust von 60 Millionen Euro einfahren werde. „Ich habe gesagt, wir machen vielleicht Verlust, nämlich wenn die Flugpreise fallen und Öl teuer bleibt. Aber selbst dann haben wir 2,2 Milliarden Euro Barvermögen und werden den Gewinn vor Steuern bis 2012 auf gut 900 Millionen Euro steigern.“

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Selbstkritisch räumt O’Leary ein, große Mitschuld am Einbruch im ersten Quartal zu haben. „Wir haben uns nicht gegen den steigenden Ölpreis abgesichert. Ich war bescheuert.

Wir hatten den Spritbedarf bis ins Frühjahr abgesichert und gehofft, Öl wird billiger. Doch es wurde teurer. Jetzt wissen wir es besser. Passiert uns nicht wieder.“ Spätestens im nächsten Jahr sei der aktuelle Wettbewerbsvorteil der Konkurrenten vorbei. „Wir können das wegstecken. Im nächsten Jahr laufen die Sicherungsgeschäfte aus, und alle zahlen wieder das Gleiche. Dann sind wir wieder die Stärksten.“

Um das Wachstum anzukurbeln, kündigte O’Leary weitere Preissenkungen an. „Wir werden unsere Preise um bis zu fünf Prozent pro Jahr senken und bis 2012 die Passagierzahl, Flotte und Gewinne verdoppeln. Darum verhandeln wir zurzeit über den Kauf neuer Flugzeuge.“

Keine Gefahr sieht O’Leary in den EU-Plänen, wonach die Fluglinien ab 2012 für ihren CO2-Ausstoß Emissionsrechte kaufen müssen. Er rechne zum einen nicht mit einer raschen Einführung, zum anderen müssten auch andere Verkehrsträger mit deutlichem höherem CO2-Ausstoß wie die Schifffahrt in den Emissionshandel einbezogen werden.

„Die Bürger werden erkennen, wie es ist. Wer an die Erderwärmung glaubt und dass die vom Kohlendioxid abhängt, der muss andere Dinge tun. Die Fliegerei sorgt für zwei Prozent dieses CO2-Ausstoßes, die Schifffahrt für fünf. Aber keiner besteuert Fähren oder aber Computer, obwohl die durch ihren Energieverbrauch für dreimal so viel CO2 sorgen wie Fluglinien. Nein, in jedem Fernsehbeitrag zum Klima startet ein Flugzeug. Wahrscheinlich produzieren die 600 Kühe auf meiner Farm mehr CO2 als unsere Flotte.“

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