Bio-Kette: Basic: Großaktionär wirft Vorstand Fehlentscheidungen vor

Bio-Kette: Basic: Großaktionär wirft Vorstand Fehlentscheidungen vor

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Inzwischen scheint die Bio-Kette Basic eine Firma zu sein, die weitgehend führungslos ist

Als „weitgehend führungslos“ kritisiert Johann Priemeier, Mitgründer und Großaktionär der Bio-Kette Basic, den derzeitigen Zustand des Unternehmens.

„So wie es jetzt bei Basic läuft, kann das Geschäft selbst dann nicht funktionieren, wenn der Markt boomt. Inzwischen scheint Basic eine Firma zu sein, die weitgehend führungslos ist. Und das ausgerechnet in einer Phase, in der das Unternehmen vor allem eine klare Linie braucht“, sagt Priemeier im Interview mit der WirtschaftsWoche.

Vor Kurzem hatte Basic-Chef Josef Spanrunft angekündigt, die Mitarbeiterzahl der Bio-Kette von 850 auf 780 reduzieren und mit Lieferanten Gespräche über verlängerte Zahlungsziele zu führen. Priemeier sagte dazu: „Die Probleme sind lösbar. Ob allerdings die Entlassung von Mitarbeitern oder die Verhandlung von Zahlungszielen dabei helfen, wage ich zu bezweifeln. Jetzt kommt es darauf an, dass die Führungsspitze wieder vernünftige Entscheidungen trifft.“

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Eine Mitverantwortung für die Krise weist Priemeier von sich. Obwohl es nach dem Einstieg der Schwarz-Gruppe, zu der der Discounter Lidl gehört, zu einem Kundenboykott kam, hält Priemeier seine damalige Entscheidung als Finanzvorstand, auch heute noch für „absolut richtig“. Er räumt allerdings gegenüber dem Düsseldorfer Magazin ein: „Vielleicht kam das Ganze einen Tick zu früh – aber die Zusammenschlüsse zwischen konventionellen Händlern und Bio-Märkten gibt es heute an jeder Ecke. Und das, was jetzt bei Basic passiert, zeigt ja, dass wir einen finanzstarken Partner gebraucht hätten.“

Priemeier, der rund 20 Prozent der Basic-Aktien hält, kündigt an, beim Aktionärstreffen im August, eventuell Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern: „Das wird ich zeigen. In jedem Fall werde ich die Hauptversammlung nutzen, um ein paar drängende Fragen zur Lage von Basic zu stellen.“ Seiner Ansicht nach müssen viele kleine Maßnahmen, „von neuen Kooperationspartnern bis hin zur Nutzung von Einsparpotenzialen“ zur Widererstarkung des Unternehmens getroffen werden.

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