Bionade: Unterstützung für Bionade

Bionade: Unterstützung für Bionade

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Der Spitzenkandidat der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) fuer die Bundestagswahl am 27. September 2009, Bundesaussenminister Frank-Walter Steinmeier, 2. von rechts, spricht am Freitag, 7. August 2009, in der Bionade GmbH in Ostheim, Rhoen, Bayern mit Peter Kowalsky, Geschaeftsfuehrer der Firma, rechts.

Die Hexal-Gründer unterstützen den fränkischen Limohersteller offenbar mit einer Finanzspritze in Millionenhöhe.

Peter Kowalsky reagierte sofort. Als in der vergangenen Woche das Gerücht aufkam, der Brausehersteller Bionade stehe zum Verkauf, kommentierte der Unternehmenschef: „Meine Familie hatte und hat keine Ambitionen, sich von Bionade zu trennen, denn das käme einem Verkauf der Seele des Unternehmens gleich.“

Doch wie jetzt aus Insiderkreisen bekannt wird, sollen sich die Gründer und Ex-Eigentümer des Generikaherstellers Hexal, Thomas und Andreas Strüngmann, schon längst mit einer Millionensumme beim fränkischen Limoproduzenten engagiert haben. Weder der Bionade-Chef noch die Hexal-Gründer wollten sich dazu äußern.

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Nach einer Preiserhöhung im Sommer 2008 brachen Umsatz und Ertrag von Bionade ein. Zudem litt das Image der Marke unter Berichten, die dem Getränk einen hohen Zuckergehalt nachsagten und anzweifelten, dass es sich um ein Bioprodukt handle. Inzwischen bieten Konkurrenten mehrere Billigkopien der Bionade an und erschweren Kowalsky so das Geschäft. Mehrmals musste er wohl auch deshalb die Expansion in die USA verschieben.

Leisten können sich die Strüngmann-Brüder eine Hilfe für Bionade, hatten sie doch 2005 den Generikahersteller Hexal samt Beteiligung an Eon-Labs für 5,7 Milliarden Euro an den Pharmakonzern Novartis verkauft.

Seither investieren die Brüder über ihre Beteiligungsgesellschaft Santo und ihr Family Office Athos in Immobilien, die Biotechnologie und die Solarenergie. Das US-Magazin „Forbes“ schätzt das Privatvermögen der beiden Strüngmanns auf je 4,7 Milliarden Dollar. Bionade hatte Unternehmenskreisen zufolge über ein Beratungsunternehmen Kontakt zu den Strüngmanns aufgenommen.

Kowalsky soll es demnach beauftragt haben, einen finanzkräftigen Partner für die Bionade International, die Bionade Abfüll GmbH und die Patentfirma Terragetik zu finden.

Die für den Deutschlandvertrieb zuständige Bionade GmbH dagegen gehört seit 2004 mehrheitlich dem Club-Cola-Hersteller Rhönsprudel. Rhönsprudel wiederum hat die Privatbank Sal. Oppenheim gebeten, für die Bionade GmbH einen finanzstarken Vertriebspartner zu suchen.

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