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Biotechnologie-Branche: Medigene bleibt hinter Erwartungen zurück

Quelle: Handelsblatt Online

Das Biotechnologie-Unternehmen Medigene hat im dritten Quartal seinen Verlust weniger stark als erwartet gesenkt. Zudem senkte das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr. Ein wichtiger Hoffnungsträger lässt noch auf sich warten.

Medigene schreibt weiter rote Zahlen. Quelle: handelsblatt.com
Medigene schreibt weiter rote Zahlen. Quelle: handelsblatt.com

HB MARTINSRIED. Das Biotech-Unternehmen Medigene hat im dritten Quartal den Verlust weniger stark reduziert als erwartet und seine Erlösprognose für 2009 gesenkt. Im laufenden Geschäftsjahr werden die Gesamtumsätze nur noch stabil bleiben. Ursprünglich hatte Medigene geplant, den Vorjahreswert von knapp 40 Mio. Euro zu übertreffen. Bestimmte eingeplante Zahlungen von Partnern würden erst 2010 verbucht, begründete das im TecDax notierte Unternehmen am Freitag die Senkung. Im frühen Handel gaben Medigene-Aktien um 0,51 Prozent nach.

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Unternehmenschef Frank Mathias bestätigte den Ergebnisausblick: 2009 will Medigene den Verlust vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) weiter senken und mit minus 20 bis minus 23 Mio. Euro weniger Verlust verbuchen als im Vorjahr (2008: minus 24,6). In dieser Finanzprognose sei die angestrebte Partnerschaft für das Krebsmedikament EndoTAG nicht eingerechnet.

Medigene bleibe bei seinem Ziel, nicht den schnellsten, sondern den besten Abschluss zur Verpartnerung von EndoTAG zu erzielen, sagte Finanzvorstand Thomas Klaue. Seit November 2008 führen die Martinsrieder Gespräche über eine Vermarktungskooperation. Medigene traut EndoTAG, das sich derzeit unter anderem zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs und Brustkrebs noch in der Entwicklung befindet, jährliche Spitzenumsätze von mehr als einer Milliarde Euro zu. Die Gesellschaft hat bisher mit dem Prostata-Mittel Eligard und der Salbe Veregen zwei Medikamente auf dem Markt.

In den ersten neun Monaten 2009 steigerte das Biotech-Unternehmen die Gesamterlöse um zwölf Prozent auf 28,6 Mio. Euro. Der EBITDA-Verlust sank von minus 19,5 Mio. Euro im Vorjahr auf minus 13,1 Mio. Euro. Unter dem Strich reduzierte sich der Nettoverlust um 37 Prozent auf 15,9 Mio. Euro. Im dritten Quartal hat Medigene unter dem Strich mit einem Minus von 7,5 Mio. Euro den Verlust weniger stark gesenkt als die Analysten erwartet hatten. Ende September wies die Gesellschaft liquide Mittel von 9,7 Mio. Euro aus. Daneben habe Medigene durch die 2008 vereinbarte Eigenkapitalzusage der YA Global Investments Zugriff auf weitere finanzielle Mittel in Höhe von bis zu 25 Mio. Euro.

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