Auch mehreren hundert anderen Betrieben half die Bankerin über finanzielle Engpässe hinweg. 1998 jedoch fällte Kück "schweren Herzens" die Entscheidung, sich mit ihrem Bankhaus aus dem Firmenkreditgeschäft zurückzuziehen. "Ich bin mit meiner Idee, kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen, gescheitert", so ihr Resümee. Für eine Bank sei das Kreditgeschäft mit Mittelständlern einfach nicht profitabel. "Von 100 Kredit finanzierten Unternehmen gehen acht bis neun irgendwann Pleite. Die Ausfälle fressen dann den gesamten Gewinn auf." Um die Zukunft ihrer Bank zu sichern, drehte Kück deshalb ihr Angebot um 180 Grad und konzentrierte sich fortan ausschließlich auf das Anlagen- und Wertpapiergeschäft für Privatkunden. "Heute sind Policendarlehen und Lombardkreditfinanzierungen unsere Spezialität." Das neue Geschäftskonzept trägt bereits Früchte: Im Jahr 2000 verbuchte das Bankhaus einen Bilanzwert von 307 Millionen Euro. "2001 werden es schon 332 Millionen Euro sein", sagt Kück zufrieden. "Die BkmU wird langsam erwachsen." Dabei versucht die Chefin den Verwaltungsapparat so klein wie möglich zu halten. "Wir feilen ständig an unserer Organisation, um effizient zu bleiben", erklärt Kück. "Deshalb kommen wir auch mit 37 Mitarbeitern aus, während andere Bankhäuser ähnlicher Größe bis zu 140 Mitarbeiter beschäftigen." Die so erzielten Einsparungen werden über gute Zins- und Kreditkonditionen an die 14000 BkmU-Kunden weitergegeben. Ihre Arbeit in der Bank versteht die ehemalige Professorin als "anwendungsbezogene Forschung". Mit 50 will die Vorstandssprecherin wieder zurück an die Universität. "Dann werde ich meine Erfahrungen wissenschaftlich aufarbeiten." Ihr Haus will sie nicht unbestellt verlassen - und hat deshalb für ihre Nachfolge bereits vorgesorgt. www.bkmu.de
Die zwei zurückliegenden Wochen haben gezeigt: Billigstrategien im Fernverkehr gehen auf. Auf der Straße feiert...























