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Unternehmen: Blaxxun: Wie es weiterging

"In wenigen Jahren wird niemand mehr bereit sein, im Internet Texte zu lesen", prophezeit Franz Buchenberger (42).

Und der Internetpionier aus München dürfte mit dieser Einschätzung richtig liegen. "Schließlich wachsen heute die Kinder mit 3-D-Videospielen auf", bestätigt auch Tony Rockliff, Gründer von Cybertown, der ersten virtuellen Großstadt im Internet, Buchenbergers Vision. "Die jungen Leute werden die gleiche Umgebung auch im Internet erwarten." Bislang aber klafften zwischen den Technologien der 3-D-Architekten und der der 3-D-Nutzer noch Welten. Lange Ladezeiten und mangelnde Speicherkapazitäten auf den PCs dämpften die Lust, sich in 3-D-Welten zu bewegen. Folglich zögerten auch Hersteller und Händler, in deren Aufbau zu investieren. Buchenberger - der bereits Mitte der Neunzigerjahre eine Software hierfür anbot - hat deshalb eine lange Durststrecke hinter sich. Im Sommer 1999 hatte er bereits rund 19 Millionen Euro Fremdkapital für seine Innovation ausgegeben. Und weil das Geld immer noch nicht reichte, gleich zweimal den Gang an die Börse angekündigt - und wieder abgesagt. Die weltweite Abwertung der Internetaktien hatte ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das 73-Mann-Unternehmen musste seine Strategie ändern. Statt sich allein auf 3-D zu fokussieren, bietet blaxxun heute auch Multi-User-Kommunikationslösungen an. Sprich: Web-Sites, auf denen Kunden mit Verkäufern chatten oder auch ganze Teams von Mitarbeitern Arbeitssitzungen abhalten können. Und das in 2-D oder 3-D. Im Jahr 2000 setzte blaxxun nur 6,4 Millionen Euro um und wird den Umsatz in 2001 voraussichtlich nur unwesentlich steigern können. In Hollywood sind Buchenbergers Visionen allerdings schon Wirklichkeit geworden. Pünktlich zum Start des Kinofilms Pearl Harbor ließ die Produktionsfirma Buena Vista auf der Basis der blaxxun-Technologie den Hafen in einer virtuellen 3-D-Welt fürs Internet nachbauen. www.blaxxun.com

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